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Archive for März 2008

Pho Hoang Hanoi

30. März 2008 2 Kommentare

pho_hoang_altar1

Endlich mal ein asiatisches Restaurant, das kein Sushi anbietet. Ich esse ja keinen Fisch und kann deswegen die Qualität von Sushi nicht beurteilen, kann mir aber nicht vorstellen, dass jeder Thai, Chinese oder Vietnamese, der hier in Berlin ein Restaurant oder einen Imbiss aufmacht, ein Experte in der Herstellung von Sushi ist, nur weil die gerade so in Mode sind. Das wäre ja grad so, als ob ich beim Franzosen Labskaus bekäme oder beim Briten Riso, patate e cozze, nur weil das alles aus Europa kommt.

Da finde ich es schon besser, wenn man seiner Herkunft treu bleibt. Und das tut der Koch des Pho Hoang Hanoi, soweit ich das überhaupt beurteilen kann. Auf der Karte finden sich jedenfalls überwiegend Gerichte der vietnamesischen Küche und im Restaurant selber liegen etliche Exemplare einer vietnamesischen Kochzeitschrift in Hochglanzausführung aus. Die Bilder darin sehen sehr vielversprechend aus, leider kann ich den Text nicht verstehen, weil eben auf vietnamesisch verfasst, und manchmal würde es doch sehr helfen, wenn wenigstens aus dem Text zu erschließen wäre, was die Bilder zeigen.

pho_hoang_mekong_fisch pho_hoang_schweineferkel

Zurück zum Ort des Geschehens. Hier war ich mit der Lieblingszicke, die nach einem Vorfrühlingsausflugstag große Lust auf eine asiatische Suppe hatte. Ich lotste sie hierhin, weil ich mich erinnerte, dass es hier Pho Viet Reisbandnudelgerichte gibt. Vor dem Lokal standen dann etliche Tafeln mit speziellen Angeboten, die die Gedanken von der Suppe wegführen. Ein »Mekong-Fisch mit sauer Thai-Kohl« wird es dann für sie. Ich bin weniger experimentierfreudig und nehme »Schweineferkel knusprig gegrillt mit Salat und Soße«. Beides hat uns vorzüglich geschmeckt. Und das Ganze für unglaubliche 20 €.


4birnenGotzkowskystraße 8, 10555 Berlin
030 3913652
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11.30-23h, Sa/So/Feiertage: 14-23h, Ruhetag am 1. Samstag des Monats

“RON – The best steak in the world” in Osaka

30. März 2008 1 Kommentar

5birnenSonezaki Shinchi 1-10-2, Umeda, Ōsaka
06 6344 6664
Öffnungszeiten: Mo-Sa 11:30-14h, 17-21:30h

Das beste Rindfleisch kommt aus Japan und stammt von Rindern der Rasse Wagyu. Diese Rinder werden in Japan nur in der Region um Kobe gezüchtet, was dem Fleisch auch den Namen Kobe-Rind eingebracht hat. Kobe-Rind kann man außerhalb von Japan nicht kaufen, denn es werden nur rund 4000 Rinder pro Jahr aufgezogen und geschlachtet – und die essen die Japaner offenbar lieber selber. Was in Deutschland als Kobe-Rind angeboten wird, ist in der Regel Wagyu-Rind aus Australien oder den USA.

Das Fleisch ist astronomisch teuer, weil die spezielle Aufzucht der Rinder einen ungewöhnlich hohen Aufwand mit sich bringt. Nicht nur dass der Speiseplan der Rinder ein ganz besonderes Kraftfutter aus Getreide, Kartoffeln und Rüben vorsieht, nein, jedes einzelne Rind bekommt jeden Tag von seinem Halter eine Handmassage von ein bis zwei Stunden Dauer, wobei das Rind mit einem besonderen Elixier auf der Basis von Reiswein eingesprüht wird. Dabei entsteht ein ganz außergewöhnlich fein und gleichmäßig marmoriertes Fleisch, das von einer extremen Zartheit ist und im Munde schmilzt.

Läge das Fleisch so in Deutschland in der Theke, würden die meisten es wohl wegen der Marmorierung als »zu fett« liegen lassen, und selbst wenn sie es nähmen, würde das hierzulande übliche Durchbraten dem Fleisch den Garaus machen. Man muss es englisch essen oder roh.

ron-visitenkarte ron-visitenkarte-plan

Wenn das Fleisch also nicht zu uns kommt, dann muss man wohl zum Fleisch. So hatte ich vor einigen Jahren das wirklich einmalige Vergnügen, auf einer Japan-Reise von japanischen Geschäftspartnern in ein Restaurant in Osaka eingeladen zu werden, in dem die Spezialität Kobe-Rind zelebriert wird. Wir nahmen Platz an einen großen runden Tisch, an dem auch der Koch einen Platz mit eingelassener Kochplatte hatte. Er fragte zu Beginn der Kochzeremonie jeden, wie er sein Fleisch am liebsten äße: »english, medium, or well-done?« (ja, sie haben sich an die vielen Langnasen-Touristen gewöhnt). Dann zauberte der Koch ein wenig und präsentierte jedem zur gleichen Zeit einen mundgerechten Happen Fleisch im gewünschten Garungsgrad, den man mit zuvor bereitgestellten Soßen auf Soja-Basis genießen durfte. Diese Prozedur wiederholte sich mehrfach mit ungewöhnlicher handwerklicher Präzision.

Ein Hochgenuss – ich habe niemals zuvor oder danach Rindfleisch in auch nur annähernd ähnlicher Qualität gegessen.

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Park auf dem ULAP-Gelände

Endlich kommt ein wenig Veränderung in das Ödland rund um den neuen Hauptbahnhof! Auf dem Dreieck zwischen der Straße Alt-Moabit, den Gleisen der Stadtbahn und der Clara-Jaschke-Straße entsteht derzeit ein neuer Park.

Bäume auf der Treppe Treppe

Eine alte Freitreppe, die von Alt-Moabit hinunterführt, und deren Stufen durch die Bäume, die hier in den vielen Jahren des Dornröschenschlafs gewachsen sind, bereits gesprengt sind, wird in die Parkanlage integriert. Von ihrem Fuße erblickt man das Fachwerkhaus des Gourmet-Restaurants “Paris-Moskau auf der anderen Straßenseite – schön, dass Wolfram hier jetzt seinen »eigenen« Park bekommt.

Das Gelände ist Teil des einstigen Universum Landesausstellungsparks (kurz ULAP genannt), eines Messegeländes, das westlich des alten Berlins angelegt und 1879 mit der ersten Berliner Gewerbeaussstellung eröffnet wurde. Mit der Fertigstellung eines neuen Ausstellungsgebäudes, des Messepalastes aus Stahl und Glas, wurde auf dem ULAP 1883 die Deutsche Hygiene-Ausstellung eröffnet, die im Neubau, auf dem Freigelände und unter der Brücke der Straße Alt-Moabit stattfand.

Unterführung für was? Im Park Nachdem rund 40 Jahre später das neue Messegelände unter dem Funkturm gebaut war, wurde der ULAP als Ausstellungsgelände überflüssig und 1925 in einen Vergnügungspark umgewandelt. Ab 1933 beginnt der dunkle Teil der Geschichte des ULAP-Geländes, denn die Nazi-Schergen der SA richten in den Kellern des Restaurants des Messepalastes eine Art »wildes KZ« ein. Zahlreiche Antifaschisten wurden hierhin verschleppt und gefoltert. Bis 1945 war die Folterstätte in Betrieb und noch in der Nacht zum 23. April 1945 wurden Gefangene aus dem nahe gelegenen Moabiter Zellengefängnis hierhin gebracht und ermordet, darunter auch Albrecht Haushofer, in dessen Taschen man später die während seiner Haft verfassten »Moabiter Sonette« findet.

Zugang von Alt-Moabit

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat eine umfangreiche Dokumentation zur Ausschreibung des Projektes herausgegeben, die überaus lesenswert ist, denn sie liefert einen sehr guten Eindruck davon, was bei der Stadtplanung alles zu berücksichtigen ist. Den ersten Platz im Wettbewerb um die Neugestaltung des Geländes belegte der Entwurf der Rehwaldt Landschaftsarchitekten aus Dresden.


Alt-Moabit, gegenüber dem Paris-Moskau, 10557 Berlin
www.stadtentwicklung.berlin.de

Hotel Plaza in Neapel

»Das Piazza-Hotel ist ein bequemes Hotel, gelegen in den nächsten Umgebungen der historischen Mitte und der modernen Richtungsmitte in einem vor kurzem umstrukturierten 19.-Jahrhundert Palast. 56 Räume und jr. eine Suite, alle soundproofed und rüsteten sich vom Maximumkomfort aus: die klimatisierte Luft, minibar, Telefon mit geverwiesener Linie, Fernsehen zum satellitare, näherte sich Internet, Safe, Haartrockner. Jeder langsam Raum, der für die Wirte versorgt wird, hat die Stützen mit einen Handikaps.«

Diesem wunderschönen Text – gefunden auf einem Hotelportal – ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Das Hotel Plaza ist verkehrsgünstig gelegen, unweit des Bahnhofs, an einem sehr lauten Platz. Aber die Schalldämpfung, die im Rahmen der Komplettsanierung des Hauses im Jahr 2002 angebracht wurde, ist äußerst wirkungsvoll: man schläft trotzdem ruhig. Von hier aus hat man es nicht weit ins alte Neapel, fast alles ist fußläufig erreichbar, und wer sich mit den Öffentlichen bewegen will, findet Haltestellen direkt auf dem Platz vor dem Hotel.

hotel-plaza-bei-nacht_gallery

Die Zimmer sind nicht riesig, aber ausreichend groß für ein verlängertes Wochenende. Ihre Einrichtung ist wie die des gesamten Hotels modern und unaufdringlich. Das Frühstück, das für italienische Verhältnisse geradezu üppig ist, nimmt man im Frühstücksraum auf der Dachterrasse des Hauses ein, von wo aus man einen schönen Rundblick auf Neapel hat. Die Preise sind günstig, wir haben Ende 2004 – da gehörte das Hotel aber noch nicht zur Kette Best Western – weniger als 70€ für ein Doppelzimmer bezahlt. Das Hotelpersonal war freundlich und hat uns bei der Suche eines Restaurants für das Abendessen gute Hilfe geleistet. Überhaupt ist es in Italien ratsam, sich von Ortsansässigen bei der Auswahl eines Restaurants beraten zu lassen, in der Regel kann man sich auf die ausgesprochenen Empfehlungen verlassen.

Ein wirklich empfehlenswertes Hotel, wenn man eine Städtetour per Billigflieger nach Neapel macht (der Flughafenbus hält auf der Piazza Garibaldi vor dem Bahnhof), seine Koffer nicht weit schleppen will und trotzdem dicht am historischen Zentrum wohnen will.

Der italienische Originaltext ist weniger amüsant als der deutsche, erklärt dem Sprachkundigen aber vielleicht einiges, was vor allem im letzten Satz: »Jeder langsam Raum, der für die Wirte versorgt wird, hat die Stützen mit einen Handikaps« undeutlich geblieben ist: »Ogni piano ha una camera arredata per gli ospiti portatori di handicap.«


Piazza Principe umberto I 23, 80142 Napoli
+39 081.563.61.68
www.hotelplazanapoli.it

Kategorien:Reisen und logieren Schlagworte: , , ,

Wellensteyn Depot in Travemünde

27. März 2008 1 Kommentar

wellensteynVorderreihe ist eine wahrhaft sprechende Adresse: diese Straße liegt in der vordersten Reihe, direkt an der Trave, unweit des Hafens. Für Segler, die hier mit ihrem Schiff im Hafen liegen, also sehr gut zu erreichen. So habe auch ich den Weg in diesen Laden eher zufällig gefunden: das Tall Ships’ Race brachte mich als Mitsegler von Stockholm über Riga nach Travemünde. Und am Ende der Regatta war dann ein Landgang durch Travemünde fällig und es war auch noch etwas Geld übrig…

Speziell an Segler richtet sich das Angebot von Wellensteyn zwar nicht, aber Segler kennen ja bekanntermaßen kein schlechtes Wetter, weil sie wissen, wie sie sich dagegen schützen können. Bei Wellensteyn findet der Segler den entsprechenden Schutz für die Tage an Land, die ja leider für die meisten zahlreicher sind als die auf dem Meer. Das Angebot umfasst wetterfeste Jacken in etlichen Modellen und Farben – zum Teil auch in sehr ausgefallenen, die man bei anderen Herstellern nicht so schnell findet.

Hier bin ich auch sehr schnell fündig geworden, es wurde eine knatschgrüne Cliffjacke, die mich nun schon seit einigen Jahren im Winter warm hält. Ich trage sie immer noch sehr gern und auch sehr oft, die Jacke nimmt so schnell nichts übel. Trotz mehrerer Wäschen sieht sie immer noch schön aus und zeigt bislang keinerlei Abnutzungserscheinungen. Außerdem fand ich hier auch noch einen schwarzen Pullover aus fest gesponnener Wolle, ein widerstandsfähiges Prachtstück, das leider nicht mehr zum Standardangebot zu gehören scheint.

Im Travemünder Depot sind alle Jacken im Preis deutlich reduziert, aber das scheint bei den Wellensteyn-Verkaufsstellen System zu sein, denn auch im Berliner Laden auf der Kochstraße fand ich überwiegend drastisch reduzierte Ware vor und im Norderstedter Factory-Shop scheint es ähnlich zu sein. Auch mit den reduzierten Preisen fallen die Jacken nicht ins Billigsegment, aber sind allemal ihren Preis wert.

Wellensteyn stellt traditionell robuste und funktionelle Arbeitskleidung für Arbeiten auf See und auf Werften her, seit 2002 auch für den Endverbraucher. Mit dem geschickt gewählten Logo erweckt das deutsche Unternehmen aus Norderstedt den Anschein, ein Schweizer Unternehmen zu sein, was offensichtlich sehr gut gelingt, denn auf den ersten Blick denken viele, dass die Jacken von einem bekannten Schweizer Messerhersteller seien.


Vorderreihe 4, Travemünde, 23570 Lübeck
04502 889470
www.wellensteyn.de

Kategorien:Kaufen und versorgen Schlagworte:

Umspannwerk Scharnhorst

26. März 2008 1 Kommentar

Umspannwerk Scharnhorst

An der Grenze von Moabit und Wedding, dort wo die Panke aus ihrem Tunnel tritt und in den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal mündet, der sich hier zum ehemaligen Nordhafen verbreitert, steht das 1928 fertiggestellte Großabspannwerk Scharnhorst, Teil der Berliner Elektropolis. Ein wunderbares Bauwerk, das mit seiner schlichten Schönheit und Eleganz ganz im Kontrast zu den Bauten der Neuen Hässlichkeit steht, die Schering ein paar Schritte weiter in den 60er und 70er Jahren hat errichten lassen.

Hans Heinrich Müller, der damalige Hausarchitekt des Berliner Stromversorgers Bewag, schuf hier sein vielleicht bedeutendstes Werk. Jedenfalls bietet die Schaufassade zum Nordhafen mit den gleichmäßig aus der Wand hervortretenden dreieckigen Pfeilern, die sich über die gesamte Höhe des siebenstöckigen Gebäudes erstrecken, einen beeindruckenden Anblick. Vattenfall-Immobilienmanager Hans Achim Grube spricht in einer seiner Publikation Renaissance der E-Werke sogar von »Anklängen an persische Architekturen« (was ich mangels Kenntnis nicht kommentieren will).

umspannwerk_scharnhorst_lichtwarte

Eine Besonderheit des Gebäudes ist die rundum verglaste Lichtwarte auf dem Dach. Von dieser Kanzel aus wurde einst die öffentliche Straßenbeleuchtung kontrolliert und gesteuert, denn von hier aus muss man wohl den perfekten Rundumblick auf das nächtliche Berlin gehabt haben. Wenn man in die Google-Karte bei eingeschalteter Satellitenansicht hineinzoomt, kann man die Lichtwarte gut erkennen. Auf der Rückseite des Gebäudes fallen die riesigen Trafokammern ins Auge, die über große Schornsteine zur Entrauchung verfügen.

Das denkmalgeschützte Gebäude, das in den 1990ern außer Betrieb genommen wurde, nutzt Vattenfall jetzt für seine Kundenbetreuung. Zuvor hatte Vattenfall das Gebäude an die ROSCO Unternehmensgruppe verkauft, die das Umspannwerk für rund 40 Millionen Euro entkernte und zum Bürogebäude umbaute. Im Rahmen eines solchen Sale-and-Leaseback-Geschäfts wird auch das Umspannwerk Wilhelmsruh im Bezirk Pankow umgebaut und von Vattenfall zurückgemietet werden.


Sellerstraße 16, Wedding, 13353 Berlin
www.vattenfall.de
Öffnungszeiten: Vattenfall Kundenzentrum Mo-Fr: 9-18h

Perleberger Brücke

25. März 2008 1 Kommentar

perleberger_bruecke

Die Perleberger Brücke verbindet Moabit mit Wedding. Sie ist einer der Hauptverbindungswege von Süd nach Nord und als sie während des Neubaus im Mai 2001 für vier Wochen gesperrt war, musste der Autoverkehr weite Umwege nehmen.

Mit einer Länge von 105 Metern überspannt die Stahlbrücke das Bahngelände mit der Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem westlichen Eisenbahnring (Richtung Jungfernheide). Über die Brücke spannt sich in weitem Bogen und auf dreizehn hohen Stelzen der sogenannte »Overfly«, eine 570 Meter lange Betonbrücke, auf denen zwei Gleise die untere Etage des Hauptbahnhofs mit dem östlichen Ring (Richtung Gesundbrunnen) verbinden. Von der Perleberger Brücke selbst sieht man nicht viel, wenn man über sie fährt, auffallend sind vielleicht nur die Fußgängerleuchten, die auf schlanken 3,50 Meter hohen, nach außen kragenden Trägern angebracht sind.

Die vielen Baustellen, mit denen die Brücke und die Umgebung – auch zur Zeit wieder – gesegnet ist, führen auch schon mal zu deftigen Berliner Geschichten.

Die Brücke ist wegen des heftigen Verkehrs nicht wirklich ein so schöner Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten, wie es die Modersohnbrücke ist, aber interessant ist die Aussicht schon, denn hier steht man direkt über dem breiten Gürtel aus Bahn- und Industrieanlagen, der Moabit im Norden und Osten so wirkungsvoll von seinen Nachbarn trennt. Auf der einen Seite schaut man auf das Ödland des inzwischen abgeräumten Hamburg-Lehrter-Güterbahnhofs, auf den Hauptbahnhof und auf die Silhouette von Mitte mit Fernsehturm, Berliner Dom und Charité. Auf der anderen Seite erblickt man gleich zwei Kraftwerke, die vor sich hin dampfen, im Vordergrund das Kraftwerk Moabit, das gleich neben den Gleisen steht, und im Hintergrund das Kraftwerk Reuter in Charlottenburg, dazwischen das Verwaltungsgebäude des Westhafens.

perleberger_bruecke_sued perleberger_bruecke_nord

Vor Jahren ist daran gedacht worden, im Rahmen der neu zu bauenden Nord-Süd-Verbindung der S-Bahn Linie 21, die von Gesundbrunnen über den Hauptbahnhof zum Südkreuz führen sollte, hier den S-Bahnhof Perleberger Brücke zu bauen. Diese Pläne sind aber schon länger in der Schublade verschwunden, ebenso wie die ganze Linie 21 uns in absehbarer Zeit nicht beglücken wird – S-Bahn hat 20 Jahre Verspätung titelt der Tagesspiegel passend dazu. Während der Fußballweltmeisterschaft 2007 verkehrte die Line S21 vorübergehend mit aus München geliehenen S-Bahn-Zügen, so dass man mit MVV-Wagen durch Berlin fahren konnte.


Perleberger Straße, 10559 Berlin
www.gregull-spang.de

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