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Tassen im Schrank – Folge 10

Vor ein paar Jahren gab es ein neues, spannendes Portal im Internet, über das man des öfteren stolperte, wenn man nach Kneipen und Restaurants googelte und auf Besprechungen eben dieser Lokale hingewiesen wurde. Es war ein typisches Web-2.0-Mitmachportal, denn unter dem Motto „Finde spannende Orte in Deiner Stadt und schreib Deine Meinung dazu“ wurde man dazu eingeladen, über das zu schreiben, was man in seiner Stadt interessant fand. Qype hieß es, ein eigenartiger Name, aber einer, den man sich merkte, eben weil er so eigenartig war.

Ich fand es prima und ich bin gleich auf diesen Zug aufgesprungen und habe selber begonnen, über Lokale und anderes – hauptsächlich in meinem Kiez in Moabit – zu schreiben. Mit kleinem Geschenken hat Qype die Freizeitschreiber bei Laune gehalten, mal wurden Kinogutscheine verlost, hin und wieder gab es das eine oder andere T-Shirt, ein anderes Mal bekam man einen Schlüsselanhänger und einmal gab es auch eine schöne Tasse, die heute auch in meinem Schrank steht.

Tasse
Gerade ist sie umgefallen, die Qype-Tasse

Aus vielen Gründen bin ich auf Qype zwar bei weitem nicht mehr so aktiv wie früher, aber aus der Tasse trinke ich immer noch gerne.

  1. 20. April 2009 um 10:30 | #1

    Hübsch. Die habe ich nicht, die Tasse.

  2. vati
    20. April 2009 um 11:26 | #2

    Jetzt wird es ja richtig dramatisch hier.

  3. 20. April 2009 um 13:16 | #3

    Zu gefallenen Tassen fällt mir jetzt nur ein dämlicher Vergleich ein, der mir aber ganz sicher gleich böse Retourkutschen einbringt. Also lass ich es lieber.

    Aber die Beschreibung dieses Portals mit dem ungewöhnlichen Namen erinnert mich doch sehr an die Ausbeuter in früheren Jahrhunderten, die den Einheimischen mit billigem Glas-Tand erst den Kopf verdreht und dann gegen wertvolle Edelsteine eingetauscht haben. Geschichte wiederholt sich !

  4. hyke
    20. April 2009 um 15:16 | #5

    Buuh, die habe ich nie bekommen. Eignet sich gut für einen Polterabend, oder?

    • 20. April 2009 um 17:54 | #6

      Nur, weil du keine hast, soll ich meine auf einem Polterabend opfern? Nee, nee, nee, soweit kommt’s nicht :-) Ich finde sie immer noch das schönste und brauchbarste Stück aus dem Sortiment der kleinen Geschenke.

  5. 20. April 2009 um 23:30 | #7

    Bei der gefallenen Tasse fallen mir Worte eines Becher ein (Johannes R.)
    Ich glaube es lautete ungefähr „Auferstanden aus Ruinen; Und der Zukunft zugewandt; Laß uns nicht dem Qype dienen; Freude im Neuen Heymatland“
    Irgendwie so, oder so ähnlich ?!?

  6. 21. April 2009 um 21:21 | #8

    Asche zu Asche, Steib zu Steib….

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