Neumanns Erntegarten
Der Sommer ist die Zeit des Obstes. Wer keinen eigenen Garten mit Obstbäumen hat, kann sich auf einem der Berliner Wochenmärkte versorgen oder ist auf den Lebensmittelhandel angewiesen, bei dem das Obst oft über Hunderte von Kilometern herangekarrt wurde.
Oder aber man fährt mit Familie oder Freunden nach Potsdam zu Neumanns Erntegarten und pflückt selbst. Ganz besonders ist das angebracht, wenn man selber Marmeladen bereiten will, denn hier bekommt man die richtigen Mengen zum günstigen Preis. Dabei hat man noch eine große Auswahl unterschiedlicher Obstsorten, natürlich der Reifezeit entsprechend.
Süßkirschen, Stachelbeeren, Johannisbeeren sind jetzt schon abgeerntet, Sauerkirschen gibt es gerade noch, Pflaumen und Himbeeren warten darauf, geerntet zu werden und die Apfel- und Birnenzeit hat mit Ausnahme von ein paar frühen Sorten zum alsbaldigen Verzehr noch nicht richtig begonnen. Der Erntegarten hat etliche Apfelsorten im Angebot: Vistabella, Klarapfel, Piros, Helios, Retina, Apollo, Alkmene, Carola, Goldparmäne, Elstar, Albrechtsapfel, Oldenburg, Resi, Boskoop, Ontario. Bei Goldparmäne und Boskoop möchte ich im September gerne miternten, das Kilo selbstgepflückte Äpfel kostet 1 €, gerade richtig, um einen kleinen Wintervorrat anzulegen.Der Hof bezeichnet sich zwar in der Eigenwerbung selbst als „Erlebnishof“, ist dankenswerter Weise aber, was das angebotene Bespaßungsprogramm angeht, zurückhaltend und bei weitem nicht mit solchen Auswüchsen wie Karls Erdbeerhof in Rövershagen zu vergleichen. Für die Kinder gibt es ein Freigehege mit Ziegen, Gänsen, Enten, einem Esel und sogar einem Wollschweinpaar.
Der Hofladen bietet Produkte aus der Region, darunter auch die Biere der Braumanufaktur Forsthaus Templin (gleich ein paar Flaschen des Champagne du Nord, hier Potsdamer Weiße genannt, gekauft) und Wurstwaren aus der eigenen Schlachtung (wie gut, dass die Kinder nicht wissen, dass so manches Tier aus dem Freigehege hier geendet ist).






















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