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Archiv für Januar 2010

Les Plaies Mobiles

31. Januar 2010 4 Kommentare

Manche Dinge – Erscheinungen, Vorgänge, Äußerungen, Bräuche – hat man rein vom Gefühl her mit bestimmten Orten verbunden und wundert sich, wenn sie auch anderswo auftreten. Blasmusik ist so ein Ding, die erwartet man in deutschen Landen, am liebsten natürlich in Bayern, gespielt von mehr oder weniger alten Zauseln in Lederhosen und mit Gamsbart am Hut.

Aber es gibt auch in Frankreich Blasmusik. Gehört und gesehen habe ich sie in Paris, und sie wurde quasi an geweihtem Ort gespielt, nämlich auf den Stufen der alten Pariser Oper. Aus der Ferne erinnerten die Musiker in ihren orange-roten Westen an das Betriebsorchester der BSR. Aus der Nähe sah man, dass alle Musiker junge Frauen und Männer waren, die hier mit großer Begeisterung und reger Anteilnahme der Passanten ihre Musik machten.

Es klingt nicht immer ganz lupenrein, aber das macht die Begeisterung, mit der hier alle zu Gange sind, wieder wett. Ganz ernst nimmt man sich auch nicht, das Unternehmen soll Spass machen, und das tut es offensichtlich auch. Die Lieblingszicke quatscht wie üblich jemanden an und erfährt, dass die Musiker Studenten sind, und zwar nicht der Musik, sondern der Medizin. Daher auch der etwas makabre Name (»les plaies«: die Wunden), der natürlich auch mit dem englischen »play« spielt. Das Orchester blickt immerhin schon auf eine mehr als zehnjährige Geschichte zurück, selbstverständlich in immer wieder geänderter Besetzung. In Frankreich scheint es inzwischen schon eine Tradition dieser studentischen Blasorchester zu geben, denn es finden regelmäßig Treffen und Wettbewerbe statt.


Les Plaies Mobiles
La fanfare des étudiants en médecine de l’université René Descartes

15 rue de’lécole de medecine, 75006 Paris

06 28 48 65 39
www.plaies-mobiles.fr

www.myspace.com/lesplaiesmobiles

West-östlicher Divan

29. Januar 2010 4 Kommentare

»Wer sich selbst und andere kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen.«

(Mein Dank geht an Eichi, der mir bei einem Glas Rollberger die Anregung zu diesem Artikelchen gab).

Geflügel

23. Januar 2010 11 Kommentare


Geflügel


Kopfloses Geflügel

Die Packstation – immer wieder mit neuen Überraschungen

18. Januar 2010 18 Kommentare

Nachdem ich schon einmal meine diversen Abenteuer mit der Packstation beschrieben habe, nun neue Überraschungen mit diesem Dienst.

Vor ein paar Tagen hat mich DHL nicht über das Eintreffen einer heiß erwarteten Sendung (das verspätete Weihnachtsgeschenk, das ich mir selbst gemacht habe) unterrichtet – keine E-Mail, keine SMS, nada, nix. Da ich die gelegentlichen Teilausfälle der Packstations-EDV ja schon kenne, schaue ich immer mit der Sendungsverfolgung von DHL, wo sich das Paket gerade befindet (dafür gibt es schöne kleine Helferlein, wie Delivery Status, die das automatisieren). So erfuhr ich auch, dass das Paket nicht in der Packstation, sondern in der Postfiliale stand und auf Abholung wartete. Mal wieder einer dieser Einzelfälle, dachte ich, kann ja mal vorkommen.

Ein zweite Bestellung von einem anderen Versender blieb aber ebenfalls aus. Als ich dort per E-Mail nachfragte, teilte man mir mit, dass das Paket schon lange abgeschickt sei. Mit der Paketnummer ging ich in die Sendungsverfolgung: In der Tat, das Paket liegt seit dem 15. Januar in der Packstation. Auch hier wieder: Keine SMS, keine E-Mail.

Also ab zur Packstation (ist eben um die Ecke), Kundenkarte eingeschoben und:

Nee, ne? Das ist jetzt nicht wahr!

Also anrufen bei der Hotline, glücklicherweise keine lange Warteschlange, kein Gedudel, gleich ist eine freundliche Call-Center-Dame dran, der ich mein Problem schildere. „Geben Sie mir doch mal Ihre Postnummer, bitte“, sagt sie, ich folge brav, sie tippt die Nummer ein, und wiederholt sie mit einem Fragezeichen in der Stimme nochmal. Ich: „Ja, das stimmt“, sie: „Ich kann Sie in dieser Datenbank nicht finden, ich schau jetzt mal in eine andere, das dauert ein wenig, bitte haben Sie Geduld“. Ich warte, immer noch ohne Gedudel, danke schön. Dann ist sie zurück: „Ja, in der anderen Datenbank kann ich Sie finden, sie sind ja einer der ersten Packstationkunden! Ich gebe das jetzt an die IT weiter, damit die Sie wieder in die Datenbank aufnehmen. Wenn das geschehen ist, rufe ich Sie an, dann können Sie auch das Paket aus der Packstation holen. Die Lagerfrist habe ich bis 31. Januar verlängert“.

Für die Panne hat sie sich auch mehrfach entschuldigt. Den Anruf habe ich noch nicht bekommen, die Post-IT ist wohl nicht so schnell, aber das Paket liegt ja auch noch sicher (?) bis Ende des Monats dort. Gut dass nichts drin ist, das verfault, schlecht wird oder das ich ganz dringend brauche.

Und gut auch, dass das andere, heiß ersehnte Paket nicht in die Packstation passte und in der Filiale auf mich wartete, so konnte ich es unter Vorlage der Kundenkarte ohne Prüfung, ob ich noch in der Datenbank stehe, in Empfang nehmen.

Privatbrauerei am Rollberg

16. Januar 2010 7 Kommentare

Über die alte Kindl-Brauerei auf dem Neuköllner Rollberg hatte ich vor ein paar Monaten schon berichtet, auch darüber, dass der junge Braumeister Wilko Bereit im Keller unter den riesigen Braupfannen eine kleine Brauerei einrichtet. Die hat zwar inzwischen ihren Betrieb schon aufgenommen, konnte aber wegen einiger baulicher Probleme im Winter 2009/2010 den eigenen Ausschank vor Ort noch nicht in Betrieb nehmen. Das Bier ist aber schon in einigen Kneipen (www.lange-nacht.com, www.schillingbar.de, www.fargo-am-boxi.de, www.rauschgold-berlin.de und www.caferix.de) im Ausschank.

Wo seine Brauerei entstanden ist, zeigt uns Wilko Bereit selbst in einem Video:

Ich glaube, ich muss es unbedingt mal probieren – wer geht mit ins Café Rix?

Nachtrag 29.1.2010: Wir waren im Rix und haben das Rollberger probiert, wirklich lecker, würzig, nicht süß.

Nachtrag April 2010: Der Brauereiausschank mit Rollberger Rot, Hell und Weizen ist nun Freitags ab 19 Uhr und Samstags ab 13 Uhr geöffnet.


Privatbrauerei am Rollberg
Wiko Bereit

Werbellinstraße 50, 12053 Berlin
0163 6046350 (Mo-Fr 11:00-16:00)

www.rollberger.de

Brauereiausschank geöffnet Fr ab 19 Uhr und Sa ab 13 Uhr

Noch mehr Eis, noch mehr Fahrräder

12. Januar 2010 8 Kommentare


Jetzt werden auch die Hände kalt


Und noch zwei aus dem Moabiter Eiskeller

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Fahrrad in Eis

11. Januar 2010 9 Kommentare

Hier dreht sich einstweilen nichts mehr.

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