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Freiraum Kleiner Tiergarten
Über den Kleinen Tiergarten habe ich schon wiederholt berichtet, auch über den Wettbewerb zur geplanten Neugestaltung dieses zentralen Moabiter Freiraums, der von vielen Anwohnern als wenig einladend angesehen wird: „Ich fahr hier mit dem Rad durch oder lauf hier durch, aber ich halte mich hier nicht auf.”
Mit dem Thema Baukultur des Öffentlichen und der Gestaltung der innerstädtischen Freiräume beschäftigt sich unter dem Titel Wie findet Freiraum Stadt? ein Video, das den Kleinen Tiergarten als Beispiel für einen Freiraum anführt, der aufgrund mangelnder Pflege „keine wertige Grundlage für das Zusammenspiel der Menschen und Gebäude“ darstellt. Das Video wurde im Auftrag der Bundesstiftung Baukultur erstellt und ist bei achitekturclips.de und baukultur-k2010.de zu sehen.
Moabit wirbt
Gesehen hatte ich sie auch schon, die Werbung mit dem Ortsschild von Moabit, die derzeit an vielen Litfaßsäulen in Berlin zu sehen ist. Aber nachdem mir der Weißenseer Brotfreund begeistert ein nächtens mit dem Telefon aufgenommenes Bild davon schickte, bin ich ihm selbstverständlich einen kleinen Bericht darüber schuldig.
Die Plakatierung ist eine Aktion im Rahmen des Projekts „Standortmarketing Moabit West“, das aus verschiedenen Fördertöpfen Geld bezieht und von der Agentur StadtMuster betreut wird. Auftraggeber ist das Quartiersmanagement Moabit West.
Es gibt drei Motive, gesehen habe ich das oben abgebildete Plakat und ein weiteres: „Moabit – Ort für Querdenker“, da hatte ich aber leider keinen Fotoapparat zur Hand. Die Agentur StadtMuster hat mir aber dankenswerterweise die Motive zur Verfügung gestellt.
Das Motiv „Moabit – Ort ohne Dresscode“ gibt es nur als Postkarte.
beleben.de
Lapin du métro
Es kann einem passieren, dass man diese Karte von Freunden aus Paris bekommt:

Man wundert sich, was die Kaninchen in Frankreich so machen. Hat der französische Koch nicht nur eine Entenpresse, sondern benutzt er auch eine Kaninchenpresse? Und ist dieses Kaninchen dem Koch und der Presse verletzt aber lebend entkommen? Durch den U-Bahn-Schacht?
Erschließen tut es sich erst, wenn man selbst mal in Paris war und die U-Bahn benutzt hat:

Das um 1980 von der RATP eingeführte Kaninchen ist fester Bestandteil der Pariser Alltagskultur geworden, und die französische Wikipedia hat dem Lapin du métro einen ausführlichen Artikel gewidmet. Und wenn man mit der Suchmaschine seines Vertrauens nach Videos mit dem Lapin sucht, findet man auch so einiges.
Bald darf ich wieder kurz nach dem Lapin schauen.
Kundenzufriedenheitsumfrage
Vielen ist TomTom als Hersteller von Navigationssystemen bekannt, die wohl zu Recht immer gute Noten bei Tests bekommen.
Vor kurzem musste ich den Service dieses Unternehmens in Anspruch nehmen, da meine Autohalterung für das Angebertelefon nicht so funktionierte, wie sie sollte, und mich im Urlaub etwas geärgert hat. Leider war die gesamte Abwicklung des Servicefalls völlig unbefriedigend, und bis heute, drei Wochen nach meiner ersten Meldung im Online-Support-System von TomTom ist es zu keiner zufriedenstellenden Antwort oder gar Lösung gekommen.
Das ganze Elend begann damit, dass ich nach meiner Reklamation mit ziemlich genauer Fehlerbeschreibung eine Antwort-E-Mail von einem Automaten bekam, der vorgab, einen Namen zu haben und ein Mensch zu sein:
Vielen Dank, dass Sie uns sich bei uns gemeldet haben. Willkommen beim TomTom-Kundendienst! Mein Name ist Renate Ratlos*, und ich helfe Ihnen gerne weiter.
* Name von der Redaktion geändert
So dämlich kann ein Mensch eigentlich gar nicht sein, denn ich wurde aufgefordert, das bereits beschriebene Problem zu beschreiben. Das Ganze in einer kilometerlangen E-Mail, die größtenteils aus uninteressanten Mitteilungen bestand, die aber – oh Wunder – ganz am Ende den Text meiner ursprünglichen Fehlerbeschreibung enthielt.
Antworten durfte ich aber nicht:
Achten Sie bitte darauf, dass Sie nicht direkt auf diese E-Mail antworten.
Stattdessen wurde ich zu einem Online-Formular auf die Service-Website von TomTom geleitet. Nun gut, gebe ich dort also noch einmal die Fehlerbeschreibung ein, denn mit Copy & Paste kann man ja bekannterweise heutzutage ganze Romane schreiben.
Zwei Tage später wieder eine E-Mail:
Aufgrund technischer Schwierigkeiten ist es uns leider derzeit nicht möglich, Reparaturaufträge, Statusabfragen, Rücksendungen von Hardwareartikeln, Versendung von FOC/FP Artikeln einzubuchen oder Ihnen Auskunft zu geben.
Na toll. Dieser Hinweis kam dann gleich zweimal, jedesmal verbunden mit der Drohung, dass der Fall automatisch geschlossen würde, sollte ich mich nicht beizeiten melden.
In diesem Chaos erreichte mich eine E-Mail von einem anderen TomTomaten mit der Bitte, an einer Kundenzufriedenheitsumfrage teilzunehmen. Das ist doch der blanke Hohn, der Service liegt völlig danieder, und bei TomTom haben sie, statt das in Ordnung zu bringen, nichts Besseres zu tun, als mir eine Kundenzufriedenheitsumfrage zu schicken? Gute Noten gab es von mir jedenfalls nicht.
Tage später ging es dann erstaunlicherweise doch weiter, ich wurde ohne weitere Erläuterung nach meiner Adresse gefragt. Es stand etwas von RMA-Nummer (Return Material Authorization = Rücksendenummer) dabei, was in mir die vage Hoffnung weckte, TomTom wolle mir doch tatsächlich die Möglichkeit eröffnen, das Gerät zurückzusenden und auszutauschen.
Das war eitel, seit der Aufforderung, die Adresse mitzuteilen, ist mehr als eine Woche vergangen und nichts ist passiert. Der Fall steht mittlerweile als geschlossen/beantwortet in der Support-Datenbank, und um zu erfahren, wie es nun weitergeht, musste ich doch tatsächlich einen neuen Fall eröffnen. Die erste E-Mail ist schon eingetroffen, jetzt kann das Frage-Antwort-Spiel von neuem beginnen.
Unter jeder E-Mail von TomTom steht übrigens:
Wir bei TomTom glauben daran, Ihnen den Weg weisen zu können – den einfachen Weg.
Einfach? Das glaube ich nicht mehr.
Moa-Bogen
Ein neuer Name ist gefunden für das frühere Paech-Brot-Gelände, über dessen Bebauung ich wiederholt berichtet habe: Moa-Bogen. Oder ist es Moabogen oder – besonders werbewirksam – MoaBogen oder gar Moa Bogen?
Jedenfalls sind die großen Krane und die anderen schweren Maschinen schon lange abgezogen, der Rohbau ist schon seit Wochen fertig, die Fassadenverkleidungen werden angebracht, und der Innenausbau schreitet voran. Das künftige Edeka-Center kündigt seine Eröffnung für den 4. November an.
Ein paar Tage später, ab dem 11. November, will ein für Moabiter Verhältnisse feines Vier-Sterne-Hotel in den beiden oberen Stockwerken die ersten Gäste empfangen: Das Hotel Moa Berlin. Ein bisschen scheint sich das Hotel, dessen Geschäftsführer übrigens aus der Brot-Dynastie Wendeln kommt, trotz des dezenten „Moa“ im Namen für Moabit zu schämen, denn es gibt auf seiner Homepage an, dass es im Zentrum von Berlin-Tiergarten läge.
Das Hotel hat fast 200 Zimmer und verfügt über ein Atrium, das sich zwischen den beiden Bauflügeln (an Stephan- und Birkenstraße) über beide Etagen erstreckt und mit einem verglasten Dach gegen die Witterung geschützt ist. Die Dachkonstruktion wurde erst vor kurzem von zwei eindrucksvoll großen Mobilkranen auf das Gebäude gehoben.









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