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Archiv für November 2010

Moa-Bogen, die Sechste

23. November 2010 10 Kommentare

Nun wird es also doch eröffnet, das Hotel Moa. Nachdem in den letzten Tagen noch fieberhaft Teppiche verlegt und Möbel gerückt worden sind, empfängt es ab Donnerstag, dem 25.11.2010, die ersten Gäste. Dank einer freundlichen Einladung der Direktorin hatte ich Gelegenheit, schon vorab einen Blick in das noch nicht ganz fertige Hotel zu werfen.


Atrium

Sehr eindrucksvoll ist das ziemlich riesige Atrium, das sich über beide Etagen des Hotels erstreckt und fast die gesamte Länge der beiden Gebäudeflügel entlang der Birkenstraße und der Stephanstraße einnimmt. Hier kann man als Gast des Hotels schon ein wenig „lustwandeln” oder sich mit einem Glas Wein auf eine der Bänke setzen und den Abend ausklingen lassen.


Rezeption

Die Rezeption des Hotels befindet sich im Atrium, sie bildet mit ihren kräftigen Farbtupfern einen schönen bunten Kontrast zu den weißen Wänden. Wäre es nicht von Facebook schon völlig abgenutzt, würde ich jetzt glatt „Gefällt mir!” sagen.

Bucht man als Gast eines der Zimmer, die zum Innenhof liegen, so hat man vor allem aus der oberen Etage einen grandioses Ausblick in das Atrium. Die Zimmer, die zur Straße liegen, verfügen über eine komplett verglaste Vorderfront, die einen überraschenden Blick auf die Moabiter Straßenlandschaft erlauben – so wird aus der Kreuzung Stromstraße/Birkenstraße zwar nicht gleich der Gendarmenmarkt, aber der Rundumblick aus der erhöhten Perspektive hat schon etwas Besonderes.


Hotel Moa Berlin
Stephanstraße 41, 10559 Berlin

+49 30 394043-150
hotel-moa-berlin.de

Wiedereröffnung der Arminiushalle

20. November 2010 29 Kommentare

Nun ist sie also endlich feierlich eröffnet, die wiederbelebte Arminiushalle in Moabit. Die Bauarbeiten sind nun zwar weitestgehend abgeschlossen, aber der eine oder andere Stand war noch verwaist. Bis zum Januar, so die neuen Betreiber, sollen aber alle Stände belegt sein.

Der Andrang am heutigen Samstag war recht groß, Presse und Fernsehen waren da, unsere Lokalpolitiker, Bezirksbürgermeister Dr. Hanke und Stadtbaurat Gothe, als auch Frau Hinderfeld als Vertreterin der Zunft AG, des neuen Betreibers der Halle, hielten die Reden zur Eröffnung. Das Saxophon-Quartett der Musikschule Fanny-Hensel und das Casanova Society Orchestra sorgten gekonnt für die musikalische Unterhaltung.

  
Manufakturenkaufhaus

Auf der Fläche des Manufakturenkaufhauses war jedenfalls schon recht viel zu sehen, feines Porzellan, Bücher, Kaffee, Seifen waren hübsch dekoriert und eine beträchtliche Menge von Weinflaschen verschiedener Weingüter warten auf die Verkostung. Dass am heutigen Eröffnungstag schon verkauft werden könnte, damit hatte man wohl noch nicht gerechnet, so dass auf die Schnelle eine Kasse eingerichtet werden musste.


Kasse

Die Berliner Abendschau war dabei und hat einen ausführlichen Bericht gedreht, der für wenige Tage in der ARD-Mediathek zu sehen war, dann aber dank unserer schwachsinnigen Gesetzgebung (12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag) wieder depubliziert wurde. Darum ist er jetzt auf Youtube eingestellt und hier zu sehen:

»Dekade 1« im Umspannwerk Moabit

15. November 2010 9 Kommentare

Nachdem ich beim ersten Artikel zum Umspannwerk die Hoffnung geäußert hatte, dass dieses Gebäude öfter für Ausstellungen und andere Veranstaltungen genutzt werden möge, hätte ich die laufende Ausstellung doch fast verpasst: vom 23. Oktober bis zum 21. November, also immerhin noch fast eine Woche, werden dort unter dem Titel »Dekade 1« Fotografien von Absolventen der BEST-Sabel-Schule ausgestellt.

Diesmal werden die Räume im älteren Bauteil von Franz Schwechten genutzt, die eine so ganz andere Atmosphäre haben als das rund 20 Jahre später entstandene Müllersche Gebäude. Die meisten Räume sind mit hellen, glasierten Ziegeln verkleidet, selbst die preußischen Kappendecken sind aus diesem Material. Erstaunlich sind die für einen Zweckbau üppigen Zierbänder aus dunklem Stein. Die ursprünglich über zwei Etagen reichenden Transformatorenräume, deren aus Walzstahl gefertigte Fenster mit ihren Rundbögen zur Wilhelmshavener Straße liegen, sind heute durch eine Zwischendecke geteilt (das vermute ich zumindest, hier steht noch eine Nachforschung aus).

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Die Ausstellung ist Donnerstag und Freitag von 14 bis 20 Uhr und Samstag und Sonntag von 10 bis 20 Uhr geöffnet.


Umspannwerk Moabit
Wilhelmshavener Straße 7, 10551 Berlin

www.best-sabel.de

Gefährliches Einkaufen

14. November 2010 8 Kommentare

Nicht nur, dass man beim Einkaufen gefilmt wird, wenn man Pech hat, wird man in der Kaiser’s-Filiale am Moabiter Friedrich-Krause-Ufer offensichtlich auch noch mit Reizgas behandelt, sollte versehentlich die Alarmanlage ausgelöst werden. Unklar bleibt, welches Reizgas das ist und auf welcher gesetzlichen Grundlage eine solche Anlage in einem Supermarkt überhaupt betrieben werden darf.


Warnhinweise von innen fotografiert

Ich finde das gar nicht so reizend und werde diesen Laden erst einmal meiden. Außerdem werde ich mich künftig darüber informieren, ob auch andere Supermärkte, in denen ich öfter einkaufe, solche unerfreulichen Anlagen betreiben.

Interessant ist auch, dass man über die Videoüberwachung vor dem Betreten des Geschäfts, über den möglichen Einsatz des Reizgases jedoch erst beim Verlassen aufgeklärt wird. Inwieweit eine solcherart, dazu noch in Bodennähe, angebrachte Warnung einen möglichen Einbrecher abschrecken soll, erschließt sich mir nicht. Aber wahrscheinlich lesen die Einbrecher eh die Welt, die über den Einbau der Reizgasanlagen in allen 150 Kaiser’s-Filialen in Berlin berichtet hat.

Warme Wurst trifft offenes Brot

13. November 2010 4 Kommentare

Hier wächst zusammen, was zusammengehört:

Moa-Bogen, die Fünfte

13. November 2010 5 Kommentare

Des Edeka-Center hat es ja tatsächlich geschafft, wie angekündigt am 4. November seine Pforten zu öffnen, obwohl es wenige Tage zuvor noch gar nicht danach aussah. Nun erfreue ich mich als regelmäßiger Kunde an dem umfangreichen Warenangebot, wenngleich – es gibt ja immer etwas zu meckern – mir das eine oder andere doch noch fehlt. Vielleicht hab ich es aber auch nur noch nicht gefunden.

Obwohl ringsherum immer noch heftig gebaut wird, haben einige andere kleine Läden inzwischen Einzug gehalten, wie ein Friseur, ein Blumenladen und ein Zeitungskiosk, und im Eingangsbereich hat ein großes Café eröffnet, bei dem man das recht gute Barletta-Eis bekommt, aber auch einen guten Ionia-Espresso trinken kann. Demnächst erwartet hier das persische Restaurant Hafis in seiner Dependance »Orient Okzident Hafis« seine ersten Gäste – das Schild ist schon angebracht.

Das Hotel Moa jedoch, das noch im Oktober seine Eröffnung für den 11. November angekündigt hatte, ist immer noch nicht fertiggestellt. Auf seiner Homepage wird nun auch kein konkreter Termin mehr genannt, vielmehr wird angekündigt, dass es »demnächst« eröffnet. Im Buchungssystem des Hotels ist bis zum 21. November alles ausgebucht, so dass wohl kaum mit einer Öffnung vor dem 22. zu rechnen ist.


(Noch nicht) Eingang zum Hotel

Pech hatten jedenfalls die Gäste, die schon für diese Tage gebucht hatten und nun anderswo unterkommen müssen. Ganz besonderes Pech hatten wohl diejenigen, die nicht mehr über die Tatsache der verschobenen Eröffnung informiert werden konnten und gestern angereist sind, um dann am Eingang zur Baustelle des Hotels eine persönliche Nachricht vorzufinden:


We were not able to open our hotel yesterday …

Ich bin gespannt auf das Atrium und werde dort wohl auch bald einmal das üppige Hotel-Frühstück probieren – allzulange kann es ja nun nicht mehr dauern.

Die Arminiushalle im Umbruch

13. November 2010 32 Kommentare

Mit der vor einigen Monaten erfolgten Übernahme der Arminiusmarkthalle durch die Zunft AG beginnen endlich bessere Zeiten für dieses Moabiter Kleinod. Seit Wochen wird kräftig gebaut und so langsam kann man erahnen, wie es hier demnächst aussehen soll. Alte und nicht mehr vermietete Stände wurden abgerissen und neue Stände mit einem einheitlichen Aussehen sind in der Entstehung.

Die Tischler sägen Bretter für die neuen Stände, die Elektriker ziehen neue Kabel, die Maler schwingen die Pinsel und an manchen Stellen ist schon die Grundreinigung im Gange. Teile der alten Innenausstattung, die die mehr als hundert Jahre seit der Bauzeit der Halle überstanden haben, werden in die neuen Aufbauten integriert. Im Eingangsbereich der Halle zur Arminiusstraße wurde die Zwischendecke herausgerissen, so dass man hier wieder die ursprüngliche Raumsituation vorfinden wird, wie sie von Hermann Blankenstein, ihrem Architekten, geplant wurde. Da fehlen außen nur noch die Arkaden, aber die bekommen wir vielleicht auch noch eines Tages zurück.

Rund ein Viertel der Fläche wird mit offenen Ständen versehen, bleibt also weitgehend unverbaut, so dass man künftig die Architektur der Halle viel besser wird wahrnehmen können. Diese Flächen wird die Zunft AG selbst für das Zunft[werk]-Manufakturenkaufhaus nutzen.

Zur feierlichen Wiedereröffnung am 20. November ab 9:30 Uhr ist zwar immer noch sehr viel zu tun und es werden auch noch nicht alle Stände erneuert sein, aber die Arminiushalle wird endlich wieder in neuem Glanz erstrahlen. Das – alte und neue – Angebot, das uns dann in der Halle erwartet, beschreibt sehr ausführlich das schön gestaltete Hallenbrevier (pdf) der Zunft AG. Aktuelle Information finden sich auf dem neuen Internetauftritt.

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