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Archiv für Februar 2011

Eis am Stiel

22. Februar 2011 4 Kommentare

Bessere Liebhaber

15. Februar 2011 13 Kommentare

Ob Wurst oder Boulette, Fleisch muss es wohl sein.

Glückloser Laden

6. Februar 2011 8 Kommentare

Es scheint wirklich glücklose Läden zu geben, in denen jede Art von Geschäftstätigkeit von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Wer und was auch immer einzieht, es will nicht so recht klappen mit dem Geschäft. Solch ein Laden scheint auch in der Lübecker Straße 15 zu sein.


Stillleben mit Treppe und Gläsern

Jahrelang residierte hier ein immerwährend geschlossener Trödler, dann räumte die Fa. Eupex den Laden weitgehend leer und kündigte für den September 2009 den Ausverkauf der Restbestände im Rahmen einer Auktion an. Zur Auktion ist es leider nie gekommen und Monat um Monat ist hier rein gar nichts mehr passiert, bis dann endlich ein Jahr später wieder Bewegung in die Sache kam. Container standen auf der Straße und der Rest des Inventars wurde entsorgt. Zwischendurch waren immer wieder interessante Schaufensterdekorationen zu bewundern, allerdings kamen die Aktivitäten im Laden auch immer wieder zum Erliegen.


Stillleben mit Wischeimer und Stevie Wonder

Derzeit schmückt eine große Hamburger Flagge das Schaufenster, im Hintergrund liegt Baumaterial und hin und wieder sind auch Leute im Laden zu beobachten, die Hand anlegen. Es bleibt spannend. Vielleicht ist ja doch alles nur ein Kunstprojekt?

Hochebene von Castelluccio

3. Februar 2011 13 Kommentare

Im östlichsten Zipfel Umbriens, direkt an der Grenze zu den Marken und nicht weit von Norcia, der Stadt der guten Salumi und vor allem der schwarzen Trüffel, liegt auf 1350 Metern Höhe eine der schönsten Hochebenen des Appenins. Sie ist ringsum von den Sibillinischen Bergen eingeschlossen, im Osten ragt als höchster Berg der Monte Vettore mit immerhin 2476 Metern über der Ebene empor.

Man muss erst »den Rand« des einstigen Sees hochfahren, wobei sich, wenn man den Kamm erreicht, ein wahrhaft atemberaubender Blick in den weiten Talkessel ergibt. Die Berge sind weitgehend kahl, aber überhaupt nicht schroff und dabei wie von grünem Flaum überzogen, so dass sich ein fast lieblicher Eindruck ergibt. Hier und da ergießt sich ein sanfter grüner Teppich aus Bäumen und Sträuchern ins Tal, dazwischen weiden Schafe.

Auf einer Landzunge am nördlichen Rand des Beckens thront rund 100 Meter über der Ebene das namengebende Örtchen Castelluccio. Die 150 Einwohner leben von Landwirtschaft und Schafzucht und inzwischen auch vom Tourismus. Castelluccio ist ein Zentrum des umbrischen Linsenanbaus, zu Füßen des Ortes reiht sich Linsenfeld an Linsenfeld. Und es sind ganz besondere Linsen, die hier gedeihen, sehr klein, bunt und von sehr feinem Geschmack. Nicht nur nach meinem Dafürhalten sind sie die besten, die man überhaupt bekommen kann.

In Fotografien lässt sich dieses Naturphänomen kaum wiedergeben, man muss schon selbst hinfahren und mit offenem Mund staunend in die Hochebene hinabblicken. Am besten nähert man sich, von Norcia kommend, aus dem Südwesten an und mäandert die Provinzstraße 447 hoch, die hier am Kesselrand nach oben führt, denn von hier ergibt sich die beste Aussicht (Karte).

Definitiv einen Umweg wert! Und wenn man schon mal hier ist, sollte man sich nicht vom touristischen Gedränge im Ort abhalten lassen und unbedingt Linsen kaufen. Die sind zwar nicht billig, aber jeden Cent wert.


Hochebene von Castelluccio
06046 Castelluccio di Norcia

www.castellucciodinorcia.it

Karte bei openstreetmap.org

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