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Archiv für November 2011

Whiskytram Berlin

21. November 2011 9 Kommentare

Berlin bietet ab Januar 2012 einmal im Monat eine neue und ganz besondere Möglichkeit, die Stadt kennen zu lernen: die Whiskytram – so jedenfalls lautete die Ankündigung des Veranstalters.


Kurzer Halt für die Raucher am Kupfergraben

Drei Stunden geht’s mit der Straßenbahn durch die Stadt. Buchautor, Feinschmecker und Whiskykenner Peter Eichhorn erzählt dabei auf kurzweilige Art Geschichte und Geschichten der Stadt und gibt nähere Informationen zu den ausgeschenkten Getränken. Man hat so genügend Zeit, unter fachkundiger Anleitung des Teams von Finest Whisky eine Auswahl aus einem halben Dutzend feinster schottischer Whiskys von unabhängigen Abfüllern zu verkosten.


Uwe Wagmüller schenkt ein – hier den Glen Grant

An der Jungfernfahrt der Whiskytram durfte ich teilnehmen. Der trübe November-Sonntag wurde erfolgreich durch die folgenden Whiskies – alle in Cask Strength – aufgehellt:

  • ARRAN David Stirk, 2000 (11 Jahre), 45,8%, Isle of Arran, im Bourbonfass gereift
  • GLEN GRANT Duncan Taylor, 1992 (19 Jahre), 51,5%, Speyside
  • IMPERIAL Special Bottling for Finest Whisky, 1998 (13 Jahre) 54,1%, Speyside, im Sherryfass gereift
  • CAPERDONICH Liquid Library, 1995 (16 Jahre) 50%, Speyside
  • HIGHLAND PARK Exclusive Cask, 1998 (13 Jahre), 52,1%, Orkney
  • LAPHROAIG Liquid Sun, 1998 (13 Jahre) 51,1%, Islay, intensiv phenolig, torfig, rauchig

Meine Favoriten waren ganz klar der Caperdonich und – für mich eher ungewöhnlich – der Laphroig. Wahrscheinlich ist doch etwas dran an der Aussage, dass man, je mehr Whiskies man trinkt, zunehmend auch zu den torfigeren tendiert.

Es wird Zeit, dass das Straßenbahnnetz auch im Westteil der Stadt weiter ausgebaut wird, damit die Whiskytram auch hier eine Schleife fahren kann. Gegenwärtig geht’s nur über die Seestraße bis zum Virchow-Krankenhaus, in ein paar Jahren auch bis zum Hauptbahnhof. Wenn dann in ferner Zukunft die beiden „Westausleger“ der Tram mit einer Schleife durch Moabit verbunden sein werden, kann Peter Eichhorn eine seiner Geschichten aus „Berlin auf Gangsterjagd“ vortragen, wenn die Tram am Moabiter Kriminalgericht vorbei fährt.


Peter Eichhorn erklärt die Stadt samt Getränkebegleitung

Leider wird es wohl dazu in absehbarer Zeit nicht kommen, und auch die anfängliche Ankündigung, dass diese Fahrt einmal im Monat stattfindet, wird sich so nicht umsetzen lassen, da das Entgelt, das die BVG für ihre Partytram im nächsten Jahr verlangt, das ganze Unterfangen so kostspielig macht, dass der Teilnahmepreis für den einzelnen letztendlich unattraktiv hoch wäre.

Schade, dass in Berlin nicht gehen soll, was in Frankfurt – denn daher kommt die Idee der Whiskytram – schon seit 2008 etabliert ist. Das Team von Finest Whisky arbeitet aber schon an einer Alternative.


Finest Whisky
Winterfeldtstraße 48, 10781 Berlin

030 23635172
www.finest-whisky.com

Edelbiere aus Moabit

20. November 2011 14 Kommentare

Nun ist es endlich wieder da, das Imperial Stout, das der Brewbaker in der Moabiter Markthalle braut und das mich im Juli in Verzückung gebracht hat. Jetzt heißt es Berliner Nacht und ist der Beginn einer Serie besonderer Biere, die der junge Braumeister Michael Schwab als Edelmarke auflegt. Mit besonderen Etiketten versehen, kommt das Bier in ¾-Liter-Flaschen in den Handel.

Am Hahn ist es leider (noch?) nicht zu bekommen, aber verschiedene Mittrinker versuchen den Braumeister davon zu überzeugen, dass es auch in den Ausschank kommt – weil es so besonders ist, darf es ja auch teurer sein als das Pils, das sonst im Ausschank ist. Übrigens ist zur Zeit statt Bellevue-Pils ein bitteres Bier mit dem schönen Namen Profan im Anstich, das mir besonders gut schmeckt.

Eine zweite Sorte gibt’s auch gleich, sie heißt Berliner Art und ist ein double IPA (India Pale Ale), das mit besonders viel Malz und Hopfen gebraut wird. Mit dem Imperial Stout hat es gemein, dass seine 9% Alkohol für einen gehörigen Rausch sorgen können – aber man sollte es auch lieber in Maßen genießen als in Massen.

Wie’s schmeckt? Grandios! Aber lassen wir doch die Etiketten sprechen, sie beschreiben ganz gut, was einen bei der Verkostung dieser beiden Biere erwartet:

  

Kategorien:Moabit, Essen und trinken Tags:,

Rübchenchilis

20. November 2011 4 Kommentare

WordPress’ Read Blogs/Following-Funktion bringt zusammen, was zusammengehört: Afras Rübchen treffen auf Karus Chilischoten.

Kategorien:Wundern und staunen

Moabiter Stadtgarten

19. November 2011 6 Kommentare

Auf dem Gelände des ehemaligen Moabiter Güterbahnhofs entsteht derzeit eine neue Erholungsfläche für die Moabiter: der Moabiter Stadtgarten. Genauer gesagt ist es nur der kleinere Teil der Fläche des früheren Bahngeländes, denn westlich des neuen Stadtgartens wird ein umstrittener Gastronomie-Großmarkt der Firma Hamberger entstehen, der sich bis zur Beusselstraße erstreckt.


Bauschild vor blauem Novemberhimmel

Die Gestaltung des Parks folgt einem Entwurf der Garten- und Landschaftsarchitekten glaßer und dagenbach, die auch für den Geschichtspark Moabiter Zellengefängnis verantwortlich zeichnen, dessen Gestaltung mir außerordentlich gut gefällt und die zu Recht mehrere Preise gewonnen hat. Seit dem Beginn der Bauarbeiten im Mai 2011 ist auch schon etliches passiert, so dass man sich schon ganz gut vorstellen kann, wie der neue Park einmal aussehen wird. Es scheint ganz so zu sein, dass das ganze Vorhaben bis zum geplanten Termin Ende 2012 auch tatsächlich fertig wird.

Der frühere Güterschuppen wird zum „Zentrum für Kunst und Urbanistik“ umgebaut und bekommt gerade eine neue Dachabdichtung. Der Verein KUNSTrePUBLIK, der einen 40 Jahre laufenden Erbpachtvertrag mit dem Bezirk Mitte für das Gebäude abgeschlossen hat, ist für die Nutzung verantwortlich. Nach dem Konzept des Vereins werden hier künftig Künstler arbeiten sowie Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Eine enge Kooperation mit Moabiter Vereinen und Institutionen soll das Projekt zu einem belebten Raum machen, der in den Kiez ausstrahlt. Am westlichen Ende des Gebäudes wird ein rund 300 qm großer Gemeinraum entstehen, der laut Konzept der kommunikative Treffpunkt werden und als Schnittstelle zwischen Kiez und Künstlern dienen soll. Ein kleines gastronomisches Angebot, das auch den Freiraum auf dem Vorplatz einbezieht, ergänzt die Funktion als Treffpunkt.

Der Platz vor dem Güterschuppen ist bereits mit neu gelegtem Kopfsteinpflaster versehen. Der Spielplatz samt Spielgeräten – die meisten davon offensichtlich aus Holz – ist auch schon im Rohbau fertig und der Bürgergarten auf der anderen Seite des Güterschuppens nimmt ebenfalls schon Gestalt an.


Neue Bäume an der Siemensstraße

Am südlichen Rand des Geländes entlang der Siemensstraße wurde schon eine neue Reihe von Bäumen gepflanzt und der Baumhain zwischen Straße und Spielplatz ist schon angelegt. Rund hundert Obstbäume sollen noch im hinteren Teil des Geländes auf der künftigen Liegewiese gepflanzt werden und ein zweiter Baumhain wird im südöstlichen Teil angelegt.

Moabiter Botschaften

12. November 2011 5 Kommentare

Aus der Serie Geheime Botschaften:

Alle drei Botschaften finden sich auf der Moabiter Putlitzbrücke.

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