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Kirche mit Mütze

Seit neuestem präsentiert sich die Moabiter Heilige-Geist-Kirche (ja, sie hat wirklich ein e am Heilig) mit einem kessen grünen Mützchen.

Nicht, dass der Turm jetzt wegen der Weihnachtszeit Tannenbaum spielen muss, auch nicht, dass ein patiniertes Kupferdach vorgespiegelt werden soll, nein, es ist eine ganz banale Sicherungsmaßnahme, die verhindert, dass vom Dach herabfallende Ziegel Passanten erschlagen. Die Nägel, mit denen die Ziegel an ihrem Platz auf dem steilen Dach des Turms gehalten werden sollen, sind im Laufe der Jahrzehnte durchgerostet. Auf der Homepage der Kirche gibt es ein paar nette Bilder, auf denen die Baukletterer bei der Inspektion des Dachs zu sehen sind.

Die Kirche ist nach Plänen der Architekten August Georg Dinklage und Ernst Paulus, die die meisten der Moabiter Kirchen entworfen haben, komplett aus Rathenower rotem Ziegel gebaut und wurde 1906 unter Anwesenheit von Kirchenjuste eingeweiht. Wegen des dreieckigen Grundstückes an der Spitze, die Perleberger und Birkenstraße hier bilden, erhielt der Kirchenraum eine ungewöhnliche sechseckige Form.


Heilige-Geist-Kirche
Perleberger Straße 36, 10559 Berlin

www.heilige-geist-gemeinde.de
Kategorien:Moabit Schlagworte: , ,
  1. 4. Dezember 2011 um 17:22 | #1

    Handkoloriert, das Mützchen?

  2. karu02
    4. Dezember 2011 um 17:26 | #2

    Mit ein bisschen Lametta wäre er perfekt für die Weihnachtszeit.

  3. 4. Dezember 2011 um 20:25 | #3

    Man hätte ihm vielleicht ein Netz mit Mini-LEDs spendieren sollen. Hier im Südwesten der letzte Schrei für Bäume, Säulen etc.

  4. Susanne
    5. Dezember 2011 um 22:19 | #4

    na die LEDs kommen ja noch, dank QM!
    http://www.moabit-ost.de/PROJEKTE-Illumination-Moabit-Ost-2011.851.0.html
    aber dort fehlt mal wieder das “e”

  5. 7. Dezember 2011 um 10:47 | #6

    Zum Glück hat man sich für Grün entschieden und nicht für ein Rot, das sich mit der Ziegelfarbe beißt!

  6. 15. Dezember 2011 um 17:22 | #7

    Es ist ja immer noch ein Traum von mir, in eines dieser Berliner Krähennester zu klettern und wie einst Niklas Luhmann auf die Gesellschaft hinab zu schauen.

    Wie muss einem der Wind dort um die Ohren pfeifen.

  7. 15. Dezember 2011 um 22:34 | #8

    In so einem Krähennest stand ich schon mal. Auf dem Turm der Heilandskirche, hoch über der Turmfalkenwohnung. Das ist doch recht gruselig, so hoch oben und auf so kleinem Raum. Am schlimmsten ist aber, gebückt aus der Luke im Turm zu kriechen.

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