Archiv

Archiv für die Kategorie ‘Forschen und lernen’

Der kleine Prinz in hundert Sprachen

17. Oktober 2009 12 Kommentare

Ich hatte schon lange nichts Interessantes mehr zu Sprachen, um genau zu sein, seit dem Sprechenden Sprachatlas nicht mehr, und das ist schon fast ein Jahr her. Heute bin ich über den „Kleinen Prinz in hundert Sprachen“ gestolpert, ein Projekt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte.

derkleineprinz

Reinhören, ich fand’s spannend! (Leider Flash erforderlich)

Kategorien:Forschen und lernen Schlagworte:

Luise ist zurück!

26. Juli 2009 2 Kommentare

Das Portal zur Berliner Stadtgeschichte, das der Luisenstädtische Bildungsverein unter www.luise-berlin.de erarbeitet und betrieben hatte und das ich oft und gerne benutzt habe, wurde Ende 2008 abgeschaltet, da der Verein keine finanzielle Unterstützung für den weiteren Betrieb des Portals vom Berliner Senat bekommen konnte. Ironischerweise verwiesen auch in der luisenlosen Zeit einige Seiten des offiziellen Stadtportals berlin.de für Details zur Geschichte auf www.luise-berlin.de.

Nun aber ist die luisenlose Zeit vorbei: Kaupert Media, der Verlag aus dem der Kauperts, der bekannte Berliner Straßenführer, stammt, ist in die Bresche gesprungen und hat das komplette Angebot von Luise wieder online gestellt. Großartig!

Kategorien:Forschen und lernen Schlagworte: ,

Netz gegen Nazis

6. Februar 2009 Kommentieren

Die »Welt« findet das von der »Zeit« gegründete Portal zwar nur eine Art Nutzloses Portal zur Gewissensberuhigung der Gutmenschen, ich finde aber, dass es für das Thema, wie man sich gegen Nazis wehren kann, einen ganz brauchbaren Ansatz liefert.

Unter dem Motto »Mit Rat und Tat gegen Rechtsradikalismus« findet man in der Rubrik Wissen Hintergrundinformationen über Rechtsradikale, unter Handeln Ratschläge für den Umgang mit Nazis und Informationen über Aktionen gegen Nazis und unter dem Titel Nach den Rechten sehen Pressemeldungen zur rechtsextremen Aktivitäten. Außerdem gibt’s ein Forum für Diskussionen zum Thema.

Ganz so effektlos wie die Welt meint, scheint es nicht zu sein: Immerhin reagieren die Deutsch-Nationalen der Jungen Freiheit getroffen, wenn sie unter den Blättern aufgeführt werden, die die Rechtsextremen gerne lesen.

Vielleicht sollte sich auch Qype in die Liste der Sponsoren einreihen?


Linienstraße 139, c/o Amadeu Antonio Stiftung, 10115 Berlin
030 240 886 10

www.netz-gegen-nazis.de

Sprechender Sprachatlas

5. Dezember 2008 4 Kommentare

sprachatlas

Knorz, Kuppe, Krüstlein, Stärz, Ränggel, Schertz, Ränftlein, Knürflein, Giggel, Kipflein – alles Worte für den Knust, den Brotanschnitt, die in den verschiedenen Sprachgebieten von Bayern gebräuchlich sind.  Und das kann man nicht nur lesen, sondern auch hören, wenn man den Sprechenden Sprachatlas von Bayern besucht, den die Bayerische Landesbibliothek vor kurzem ins WWW gestellt hat. Rund 10.000 Tondokumente aus 70 Orten in Bayern sind zu verschiedenen Themenkreisen abrufbar, sowohl einzeln, als auch nach den Regionen – Unterfranken, Oberfranken, Mittelfranken, Oberpfalz, Schwaben, Niederbayern und Oberbayern – geordnet.

Ich finde, da ist den Bayern ein tolles Projekt gelungen, und ich würde mich freuen, wenn es zur Unterstützung der Hobbydialektforscher ähnliche Projekte auch für andere Regionalsprachen gäbe.

Kategorien:Forschen und lernen Schlagworte: , ,

Weltmaschine

8. November 2008 Kommentieren

Im U-Bahnhof Bundestag, Paul-Löbe-Allee, 10557 Berlin
www.weltmaschine.de
15. Oktober bis 16. November 2008

Es ist schwierig mit der modernen Physik. Zumindest mit ihrer Anschaulichkeit. Teilchen mit einer Größe von 10-18 Metern, mit einer Lebensdauer von 10-25 Sekunden – diese Dimensionen kann man sich nicht vorstellen. Und der Urknall, wie muss man sich den denken? Vielleicht ist es auch besser, das gar nicht zu versuchen, schließlich sind es im Wesen Modelle, mit denen man die physische Welt und ihre Erscheinungen zu erklären versucht.

Die Tauglichkeit der Modelle, die sich die theoretischen Physiker ausdenken, um die Phänomene der Natur im Mikrokosmos und im Universum zu erklären, dürfen die Experimentalphysiker anhand praktischer Versuche nachweisen – oder widerlegen. Und dazu brauchen sie gigantische Maschinen, wie den Teilchenbeschleuniger LHC, der unlängst am CERN in der Schweiz in Betrieb genommen wurde.

Wer schon Mühe mit dem Verständnis der Relativitätstheorie hat und an der Vorstellung einer Krümmung von Raum und Zeit scheitert, kann sich in der Ausstellung  doch wenigstens mit der Anschaulichkeit dieser riesigen Maschinen trösten, die die Physiker sich bauen müssen, um die Geheimnisse der Materie zu erkunden. Große Fotografien sind auf dem Bahnsteig des zukünftigen U-Bahnhofs aufgestellt und zeigen einige der gigantischen Bestandteile des LHC. Eine ganz eigene Schönheit wohnt den Maschinen inne. Und hier werden die Dimensionen auch wieder fassbar und vorstellbar: 42 Meter hoch, 7000 Tonnen schwer, 100 Meter tief, 27 km lang. Dazu viele Superlative: das Größte, das Schwerste, das Schnellste, vermutlich auch das Teuerste.

U-Bahnhof Bundestag
Die Ausstellung ist ganz passend im U-Bahn-Tunnel untergebracht

Aber darin erschöpft sich die Ausstellung nicht. Vieles wird mit Schaubildern und Texten, anhand von Modellen und Originalteilen erklärt. Freilich kann man hier nicht bei einem Rundgang von einer Stunde Dauer das Standardmodell der Elementarteilchenphysik komplett durchdringen. Auch wenn an vielen Exponaten hilfreiche Erläuterungen von fachkundigem Personal, das zahlreich vertreten ist, eingeholt werden können. Auf die freundliche Frage: »Haben Sie Fragen?« fällt es schwer, aus den vielen Fragen, die man hat, die richtigen zu stellen, denn wo soll man anfangen? Und der Physikunterricht ist auch schon wieder so lange her. Empfehlenswerter ist es da schon, an einer der Führungen teilzunehmen, die am LHC forschende Physiker leiten, und die mehrfach täglich angeboten werden und rund zwei Stunden dauern. Unbedingt zu empfehlen!

Unterhaltsam erklärt wird die Funktionsweise des LHC mit dem Video »Large Hadron Rap« von Katie McAlpine.

Und hier gibt es den Text zum Large Hadron Rap.

Kunstprojekt Landvermesser

12. Oktober 2008 1 Kommentar

ein punkt | ein ort | eine begegnung
Mit Humboldt Landvermesser und Landvermesser K. unterwegs
Ein Kunstprojekt von Klaus Eisenlohr und Johann Zeitler

Aus der Beschreibung des Projekts: „Zwei Künstler, Johann Zeitler und Klaus W. Eisenlohr, die sich schon lange mit Ortserkundungen in internationalen Großstädten wie auch Berlin beschäftigen, führen als Kunstaktion Begehungen mit Gästen und anschließendem Gespräch und Essen in Marzahn-Hellersdorf durch. Während der drei Begegnungen werden die Gäste jeweils von einem „Gastgeber“, einer Persönlichkeit aus Marzahn-Hellersdorf, geführt, der die Innensicht vertritt, dazu kommen diverse inszenierte Eingriffe, und Interventionen der beiden Künstler, im Sinne der Sicht von außen. Jede Begehung wird mit einem gemeinsamen Essen abgerundet. Außerdem findet am Beginn und am Ende eine Punktsetzung statt, in Form der Versenkung eines sowohl imaginären wie eines realen Vermessungspunktes. Den Teilnehmern aller drei Veranstaltungen wird bei der letzten Begehung ein Präsent, ein Exemplar eines Multiples als Souvenir-dans-une-Boîte (Erinnerungsbox), überreicht. Sowohl während der Recherche, wie auch während der Begehungen, aber auch in der späteren Ausstellung in der Galerie M geht es letztlich um die Erforschung und Sensibilisierung von Wahrnehmungsprozessen. Dies geschieht über den direkten Dialog, also auch mittels Photographien, Zeichnungen, Medien, Text- und Bildsammlungen, die Bezug nehmen auf die hier vor Ort lebenden Personen, auf zeitgeschichtliche Entwicklungen, und unter Einbeziehung der Bürger von Marzahn-Hellersdorf.“

Erste Begehung am Sonntag, 5. Oktober 2008

Von Marzahn Nord-West zum Matterhorn und anschließend in den 11ten Himmel.

landvermesser_1

Marzahn – das ist für mich wie von einem anderen Stern. Ohne diese Veranstaltung wäre ich da wohl auch nie hingekommen. Ich mag ja schon das märkische Viertel nicht so sehr.

Nun gut, da bin ich also mit dem Auto 40 Minuten quer durch Berlin gefahren und habe schon auf der Autofahrt einiges von der größten Großsiedlung auf dem Gebiet der damaligen DDR gesehen. Vor 30 Jahren wurde hier begonnen, den neuen Stadtteil überwiegend aus elfgeschossigen Plattenbauten zu errichten.

Bei leider sehr regnerischen und windigem Wetter führten uns die beiden Landvermesser durch den nördlichen Teil von Mahrzahn, tatkräftig unterstützt von einem “Einheimischen”, der schon viele Jahre hier wohnt und etliches Interessante über sein Viertel zu erzählen hatte. Zwischen den geschmähten Plattenbauten gibt es doch viel Grün, vieles modernisiert, neue Balkone gebaut, mehr Farbe eingebracht, wenn auch einige Gebäude in ihrer ursprünglichen Farbigkeit erhalten geblieben sind, wie die bordeauxrot eingefärbten Waschbetonplatten, die an vielen 11-Stöckern die oberste Etage markieren.

Das schlechte Wetter war letzlich dafür verantwortlich, dass die geplante Route verkürzt wurde, weswegen ich wohl niemals erfahren werde, was es mit dem »Matterhorn« auf sich hat. Was der 11. Himmel ist, habe ich hingegen schon erfahren, denn im Frühstücksraum dieser Pension, die im 11. Stock unterbracht ist (der Frühstücksraum hingehen im Erdgeschoss), sind wir nach der Erkundungstour durch Mahrzahn herzlich bewirtet worden – die heiße Kartoffelsuppe war allen durchgefrorenen Teilnehmern sehr willkommen.

Zweite Begehung, Sonntag, 12. Oktober 2008

Gartenstadt und Großsiedlung, 
Utopien der Moderne

landvermesser_2

Dritte Begehung am Sonntag, 9. November 2008

Von Dorf zu Dorf
Von Alt-Marzahn nach Alt-Hellersdorf

landvermesser_3

Aus der Einladung: „Die Dritte Begehung startet in Alt-Marzahn und versucht nochmals in besonderer Weise Wahrnehmungen zu schärfen: Erstens in der Thematisierung von Sounds, Soundscapes als der Realisierung von Gegenwart, die wir vorfinden und die uns vorgetragen wird und zweitens in der Betrachtung von gebauter Vergangenheit verbunden mit der Frage, wieweit “historische Orte“ konstruierte Orte sind, und ob diese Konstrukte von Vergangenheit wichtig für unsere Verortung sind. Wir überqueren die Wuhle nach Hellersdorf und finden uns ein zum gemeinsamen Essen im Alten Hellersdorfer Krug.“

Universitätsbibliothek in Cottbus

13. Juni 2008 2 Kommentare

bibliothek__ikzm_18

Das Castel del Monte von Brandenburg steht in Cottbus: die 2005 eingeweihte neue Bibliothek der Universität. Das wunderschöne Gebäude aus Glas mit seinen geschwungenen Formen steht auch auf einem Hügel, der hier zwar künstlich aufgeschüttet wurde, um die Kosten für das Ausschachten eines zweiten Untergeschosses zu sparen, aber dem Gebäude wirklich gut steht: »Nehmen Se Hügel, det hebt Ihnen!«. Ich finde es immer wieder tröstlich, wenn ich sehe, welch tolle und sinnvolle Dinge man mit Steuergeldern so bauen kann. Gekostet hat die Bibliothek rund 30 Millionen Euro, was mir angesichts des grandiosen Resultats eine vergleichsweise kleine Summe erscheint.

Obgleich das Haus mit seinem sieben oberirdischen Etagen recht groß geraten ist, macht es doch durch die Transparenz seiner gläsernen Außenhülle, die die Farben des Himmels widerspiegelt, und die gleichsam amöbenhaft sich auflösende Gestalt einen leichten und auf wundersame Weise schwebenden Eindruck. Der Inhalt der drei (sind es drei oder mehr?) Zylinder manifestiert sich an der Außenseite: das Glas ist mit weiß gepixelten Buchstaben überzogen, die unentzifferbar übereinander gedruckt wurden.

bibliothek__ikzm_3

Von innen wird die Bibliothek geprägt durch eine kräftige Farbigkeit, die von Grün und Lila dominiert wird, aber auch der Orientierung dienen, indem sie die Räume in Zonen aufteilen. Die Bücherregale in den einzelnen Etagen, die alle frei zugänglich sind, stehen mit ihrer strikten rechtwinkligen Ausrichtung in Kontrast zu dem Kurven des Baus. Die in ruhigem Weiß und Grau gehaltenen Lesesäle erstrecken sich immer über zwei oder gar drei Etagen und sind lichtdurchflutet.

Entworfen hat das Gebäude, das von 2001 bis 2004 nach einer zwölf Jahre währenden Planungsphase errichtet wurde, das Baseler Architektenbüro Jacques Herzog & Pierre de Meuron.

Mit vollem Namen heißt das Gebäude übrigens nach der Einrichtung, die es beherbergt, »Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum der BTU Cottbus«, abgekürzt IKMZ, aber alle sagen schlicht und einfach Bibliothek. Und BTU steht für »Brandenburgische Technische Universität«. Google-Maps zeigt auf seiner veralteten Satellitenansicht mit einem Sportplatz noch den Zustand vor Baubeginn.



Karl-Marx-Straße 53, 03044 Cottbus
0355 69 2063

www.tu-cottbus.de

Mo-Fr: 9-22 Uhr, Sa: 9-13 Uhr, So: 17-22 Uhr

Weinschule Moser

20. Mai 2008 Kommentieren

Inselstr. 8a, 10179 Berlin
030 23456847

www.weinschule-berlin.de

weinschule_bernhard_moser1_gallery

Ich trinke zwar gerne Wein, habe aber sehr eingeschränkten Sachverstand, wenn es darum geht, aus einem gut gefüllten Regal beim Weinhändler einen Wein auszusuchen, der mir schmecken könnte. Das führt dann in der Regel dazu, dass ich dann doch etwas wähle, was ich schon kenne, und so selten dazu komme, mal etwas ganz anderes zu probieren.

So kam es mir gerade recht, als ich gefragt wurde, Freunde zu einer Weinverkostung in Berhard Mosers Weinschule zu begleiten. Bemo war mir schon von seinen Restaurantkritiken auf Qype bekannt und bei einer Qype-City-Night hatte ich ihn auch schon persönlich kennen gelernt. Ein Seminar bei ihm konnte so verkehrt nicht sein, dachte ich, und das war es dann auch nicht.

Vierzehn Seminarteilnehmer hatten sich eingefunden, die Bemo mit auf die Reise durch Frankreich nahm. Bevor wir probieren durften, gab es erst ein wenig Theorie im Seminarraum. Brav saßen wir wie in der Schule, derweil der Meister uns ganz unterhaltsam den Unterschied zwischen der Weinklassifizierung in Deutschland und Frankreich erläuterte: während sich bei uns alles primär um die Rebsorte dreht, und wir nach Riesling, Spätburgunder oder Gewürztraminer fragen, kauft der Franzose seinen Wein nach Anbaugebiet oder Terroir und verlangt einen Bordeaux oder einen Côte du Rhone. Wobei das französische Weingesetz dann doch wieder streng vorschreibt, welche Rebsorten der Winzer für seinen Wein verwenden darf, wenn er eine entsprechende Klassifizierung hat.

Zur Praxis stiegen wir dann hinab in den Keller, wo uns im Ziegelgemäuer ein schön eingedeckter Tisch im Kerzenlicht empfing. In dieser schönen Atmosphäre durften wir uns dann von Nord nach Süd durch Frankreichs Weinanbaugebiete trinken. Was wir hier alles getrunken haben, ist in den Fotos festgehalten. Die Auswahl der zu verkostenden Weine fand ich recht gelungen – wenngleich nicht jeder Wein meinen persönlichen Geschmack traf, wurde doch eindrücklich demonstriert, welche Charakteristika für ein bestimmtes Terroir stehen. Ich glaube, ich habe jetzt weniger Entscheidungsprobleme, wenn ich vor dem Regal stehe. Und an einem Seminar zu einem weiteren Thema – ich denke da z.B. an „Weine aus Spanien“ oder auch den „Degustationsabend“ mit Menu und Wein – würde ich gerne wieder teilnehmen.

Volkshochschule Reinickendorf

26. Januar 2008 Kommentieren

Buddestraße 21, Geschäftsstelle im Tegel-Center, 4. Etage, 13507 Berlin
+49 30 90294-4800
www.vhs-reinickendorf.de
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do: 10-13h, Mo-Do: 17-20h

Volkshochschule mag auf den ersten Blick miefig, piefig, altmodisch erscheinen. Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass dort engagierte Leute arbeiten, die ein äußerst vielseitiges Programm anbieten. Natürlich kann ich gerade wegen der Vielfalt kein allgemein gültiges Urteil abgeben, aber unter den Veranstaltungen, an denen ich im Lauf der Jahre teilgenommen habe, waren immer wieder Höhepunkte, die mich begeisterten. Darunter auch Wochenendseminare, die an so wunderbaren Orten wie dem Jagdschloss Glienicke stattfanden.

vhs-konzert

Mein letztes Seminar fand zwar nicht an einem so wunderbaren Ort, dafür aber zu einem wunderbaren Thema statt: ein Kurs, der sich dem italienischen Cantautore Gianmaria Testa widmete. An drei Samstagnachmittagen traf man sich, um seine Lieder zu hören, seine Texte zu lesen und zu verstehen, Hintergründe zum Künstler und seinem Werk zu erfahren und zu diskutieren – selbstverständlich alles auf Italienisch. Abschließend gingen wir dann zu einem Konzert, das er im Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz gab. Vor dem Konzert aber hatten wir im Rahmen eines lockeren Workshops mit Gianmaria Testa selbst die Gelegenheit, ihn direkt zu befragen und einige seiner Lieder »unplugged«, nur mit Gitarre begleitet, zu hören.
vhs-testa

Authentischer kann man es eigentlich nicht bekommen, dafür mein Dank an den Lehrer und die Organisatoren der VHS.

Virtuelles Berlin um 1800

22. Januar 2008 2 Kommentare

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22-23
,
10117 Berlin
www.berliner-klassik.de

berlin-um-1800

Kleine Zeitreise gefällig? Eine Reise, die uns in das Berlin versetzt, wie es vor zweihundert Jahren war? Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften macht’s möglich!

Als Teil des Forschungsprojektes »Berliner Klassik« hat sie in den letzten Jahren den »Virtuellen Stadtplan Berlin um 1800« entwickelt. In einer der Allgemeinheit einfach zugänglichen Form – nämlich als interaktive Webpräsenz – präsentiert die Akademie mit diesem Projekt Orte und Objekte, die zwischen 1786 und 1815 das Erscheinungsbild Berlins prägten, zu einer Zeit, da in Berlin eine ungewöhnliche Kulturblüte stattfand.

Der virtuelle Stadtplan bedient sich bei der Beschreibung durchweg zeitgenössischen Materials, sowohl im Bild als auch im Text. So ist es eben nicht, wie man es normalerweise vorfindet, ein Rückblick aus heutiger Zeit, sondern vermittelt einen Blick aus der damaligen Perspektive. Etliche der verwendeten Quellen waren darüber hinaus bislang noch nicht veröffentlicht.

Die meisten der beschriebenen Orte existieren heute nicht mehr und sind wohl auch deshalb eher dem Vergessen anheim gefallen, obwohl von ihnen wichtige Impulse für die künstlerische, wissenschaftliche und gewerbliche Entwicklung Berlins ausgegangen sind.

Schaut es euch auf  der Homepage des Projekts »Berliner Klassik« an, vor wo aus  man auch die anderen Datenbanken (mir gefällt »Geselligkeit« besonders) des Projekts erreicht.

Kategorien:Forschen und lernen Schlagworte: ,