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Archiv für die Kategorie ‘Moabit’

Einer geht noch …

21. November 2009 5 Kommentare

Fünf Krane stehen ja schon hier auf dem früheren Paech-Brot-Gelände, aber es geht immer noch einer mehr.

Derweil am späten Freitagnachmittag ein Betontransporter nach dem anderen anrollt, um die hungrigen Mäuler der beiden Betonpumpen zu stopfen, die ohn Unterlass einen Kubikmeter Beton nach dem anderen in die künftige Decke des ersten Obergeschosses befördern, und die Wunderwurst ganz am Rande der riesigen Baustelle die Mägen der hungrigen Arbeiter ruhigstellt, bestückt ein Teleskopmobilkran von Liebherr, ausgeliehen bei Grohmann, einen zweiten mit einem zusätzlichen Fachwerkausleger, um ihn noch ein paar Meter länger zu machen. Denn der muss am nächsten Tag ganz hoch hinaus, um den sechsten Kran – einen Turmdrehkran Modell 7031 FL-6/12 von Wolff – zusammenzusetzen und schließlich auch den Ausleger und die Gegengewichte hochzuhieven.

  

Am heutigen Samstagmorgen steht um 10 Uhr schon der größte Teil des Krans. Bis zum Nachmittag werden am Boden die einzelnen Teile des Auslegers vormontiert, so dass später der Ausleger in zwei Teilen nach oben schweben und dort von schwindelfreien Himmelstürmern am Tragwerk des Krans befestigt werden kann.

  
Der Gegenausleger schwebt nach oben und wird dort montiert

  
Etwas später tritt auch der vordere Teil des Auslegers die Reise an und findet oben seinen Platz, nachdem der Kran gedreht wurde


Um 4 Uhr nachmittags steht der neue Kran, es fehlen nur noch die Gegengewichte

Bis zur Montage der Gegengewichte habe ich nicht mehr gewartet, der Akku im Fotoapparat war leer und es war dann auch schon dunkel. Zum Trost und weil’s so schön ist, hier noch ein paar Szenen vom Kranaufbau als Video:

Zum Anheben des Auslegers lässt der Pfarrer der nahen Heilige-Geist-Kirche schon mal die Glocken läuten und die Kinder unter den Zuschauern lassen begeistert ihren Phantasien freien Lauf.

Moabiter Stillleben

6. November 2009 8 Kommentare

Auf der Mittelinsel

Hat der Sportler den Kraftstoff getankt?

Baustelle verbessert – jetzt mit fünf Kränen!

6. November 2009 6 Kommentare

Paech-Brot-Gelände

Zwar stehen hier nicht so viele Krane (sagt der Fachmann) oder Kräne (sagt der begeisterte Laie) wie auf der Baustelle des BND, aber fünf ist doch auch schon ein ganze Menge. Die drei großen davon auf festem Betonsockel verschraubt (wie in der Bildergalerie zu meinem ersten Bericht über die Baustelle auf dem früheren Paech-Brot-Gelände zu sehen ist).

Paech-Brot-Gelände  Paech-Brot-Gelände

Paech-Brot-Gelände  Paech-Brot-Gelände

Paech-Brot-Gelände  Paech-Brot-Gelände

Paech-Brot-Gelände  Paech-Brot-Gelände

Paech-Brot-Gelände


Edeka e-center

Birkenstraße 23S, 10559 Berlin
Edeka

Straße der Erinnerung

23. Oktober 2009 8 Kommentare

Das Gebäude an der Spree, das man ab und zu im Fernsehen sieht, wenn vom Innenministerium die Rede ist, ist nicht etwa Eigentum des Bundes, sondern gehört der Freiberger-Holding, von der es der Bund zu großen Teilen bis 2017 für das Ministerium gemietet hat.

Freiberger-Bau am Spreebogen

Ernst Freiberger, der als Pizzakönig mit seinem früheren Unternehmen (Motto »The convenience food group«) reich geworden ist, hat über die von ihm gegründete gleichnamige Stiftung in den letzten Jahren am Uferweg zwischen diesem Gebäude und der Spree ein Reihe von Portraitbüsten aufstellen lassen. Zu jeder der dort dargestellten Personen erschien im be.bra-Verlag eine Monographie.

Das erste Denkmal wurde im Januar 2002 enthüllt und ist Albrecht Haushofer gewidmet, der während seiner Haft im Moabiter Zellengefängnis die Moabiter Sonette verfasst hat und von den Nazis im April 1945 ermordet wurde (seine Grabstätte ist unweit des Denkmals auf dem Friedhof Wilsnacker Straße). Lange Zeit stand es hier als Solitär, bis am 22. Juni 2005 aus Anlass seines 95. Geburtstags die Büste von Konrad Zuse folgte, Erfinder des Computers und der ersten Programmiersprache. Der Zusammenhang zwischen Haushofer und Zuse erschloss sich mir damals nicht, beiden gemein erschien mir lediglich, dass sie einem breiten Publikum wohl eher unbekannt sind.

Straße der Erinnerung  Straße der Erinnerung
Albrecht Haushofer, Schriftsteller; Konrad Zuse, Computer-Pionier

Am 18. September 2006 wurde das Denkmal für Walther Rathenau mit einer Kopie der 1908 von Hermann Hahn gestalteten Büste eingeweiht, der am 4. Juli 2007 das Denkmal für Thomas Mann folgte.

Straße der Erinnerung  Straße der Erinnerung
Walther Rathenau, Unternehmer und Reichsaußenminister; Thomas Mann, Schriftsteller

Um den Jahreswechsel 2007/2008 kam die Büste von Ludwig Mies van der Rohe, die der Berliner Bildhauer Rolf Biebl schuf. Dem schwäbischen Tischler Georg Elser, der als Einzeltäter ein gescheitertes Attentat auf Hitler verübt hat, hat die Freiberger-Stiftung am 24. September 2008 das sechste Denkmal gewidmet. Die Laudatio hielt Wolfgang Schäuble.

Straße der Erinnerung  Straße der Erinnerung
Ludwig Mies van der Rohe, Architekt; Georg Elser, Widerstandskämpfer

Beim Denkmal für Edith Stein, zu dessen Enthüllung am 25. März 2009 Anette Schavan das Grußwort sprach, konnte ich mich des Gedankens kaum erwehren, ob sie wohl die Alibi-Frau inmitten der verdienten Herren darstellen sollte, ganz so, als ob ein Berater Herrn Freiberger gesagt hätte, er müsse auch eine Frau in die Reihe seiner »Helden ohne Degen« aufnehmen. Die eindrucksvolle Plastik schuf der Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim.

Straße der Erinnerung
Edith Stein, Philosophin

Vor wenigen Tagen, am 14. Oktober 2009, wurden nun zwei Tafeln auf Granitblöcken installiert, die die Sammlung von Büsten als „Straße der Erinnerung“ auszeichnen. (Die Tafeln mit dem falschen englischen Text „Road of Rembrance“ wurden später gegen neue ohne diesen Fehler getauscht).

Straße der Erinnerung  "Wir sind das Volk"

Auf den Tafeln lesen wir: Hier ehrt die Ernst Freiberger-Stiftung deutsche Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Politik, die Großes geleistet haben und für Freiheit und Menschenwürde eingetreten sind. Insgesamt sollen hier zwölf Büsten aufgestellt werden.

Gleichzeitig mit den Tafeln wurde das Denkmal »Wir sind das Volk« des Bildhauers Rolf Biebl eingeweiht. Mir gefällt es weder als Einzelkunstwerk so gut, noch scheint es mir vom Erscheinungsbild und der Aussage nach in den Rahmen der Sammlung der bislang sieben Portraitbüsten zu passen, die doch ganz klar benannte Individuen würdigen.


Straße der Erinnerung
Spreebogen zwischen Kirchstraße und Stromstraße, 10559 Berlin

www.freiberger-stiftung.de
Kategorien:Besuchen und anschauen, Moabit Schlagworte: , ,

Spatzen

23. Oktober 2009 5 Kommentare

Spatzenkolonie

„Der Haussperling zeigt das ganze Jahr über ein geselliges und soziales Verhalten” schreibt die Wikipedia. Stimmt.

Spatzenkolonie

Kategorien:Moabit, Wundern und staunen Schlagworte: ,

In Moabit sitzen

3. Oktober 2009 7 Kommentare

Haus der Gesundheit


Ehemaliges Haus der Gesundheit
Turmstraße 22, 10559 Berlin
Kategorien:Moabit, Wundern und staunen Schlagworte:

Wahllokal Breitscheid-Oberschule

3. Oktober 2009 4 Kommentare

Breitscheid-Oberschule

„Zur Ehre Gottes“ war ich hier ganz bestimmt nicht wählen.

Wenn’s nach den Wahlergebnissen in meinem Wahlbezirk ginge, hätten die Grünen alleine mehr als CDU und FDP zusammen. Erstaunlicherweise haben die Piraten mit 7,5 % mehr als das doppelte des Berliner Ergebnisses errungen.

Gebaut wurde die Schule 1881-82 als Gemeindeschule nach Plänen des Stadtbaurats Hermann Blankenstein, dem wir auch die schöne Arminiushalle verdanken.


Breitscheid-Oberschule
Turmstraße 86, 10559 Berlin

030 39063160
Homepage der Breitscheid-Oberschule

Osmanya Restaurant

16. September 2009 13 Kommentare

Perleberger Straße / Birkenstraߟe / Havelberger Straße

Ganz früher war hier mal das berühmt-berüchtigte Memory I, ein 24 Stunden geöffnetes Musik-Café, das auch morgens um drei noch gut besucht war. Dann zog das Memory aus und ein paar Jahre später wurde das aus gelben und roten Ziegeln gebaute Eckhaus aufwendig restauriert, so dass es heute wieder ein wahres Schmuckstück an der Perleberger Straße ist. Es gehört zu den älteren Häusern in Moabit und wurde bereits 1875 fertiggestellt, sehr wahrscheinlich ist es ein Entwurf des Architekten Johannes Otzen (der – oh wie wundersam – auch der Architekt der Hauptkirche meiner Heimatstadt ist).

1077-Ehemaliges Memory

Vor vielen Jahren begannen dann die Renovierungsarbeiten in den ehemaligen Räumen des Memory. Mit einer unglaublichen Langsamkeit zogen sie sich durch die Jahre hin, machmal schien monatelang gar keine Veränderung stattzufinden. Seit ungefähr zwei Jahren konnte man dann miterleben, wie die Räume nach und nach eine immer deutlicher werdende orientalische Anmutung bekamen: erst ein paar Spitzbögen und Pfeiler mit besonderen Kapitellen , dann die Arabesken an den Wänden, die goldenen Verzierungen auf dem Boden, schließlich hingen auf einmal die üppigen Kronleuchter an der Decke und irgendwann standen dann auch Tische und Stühle darin. Die ganze Einrichtung ist mit sehr viel Sorgfalt und Liebe zum Detail hergestellt.

Dass der Laden jemals eröffnet werden würde, wollte man gar nicht mehr glauben. Und doch waren heute die Räume zum ersten Mal erleuchtet und auf bis auf den letzten Platz besetzt. Eine geschlossene Gesellschaft feierte.

Osmanya

Ob es nun lediglich ein besonders prachtvoller Ort für Veranstaltungen oder ein regelmäßig geöffnetes Restaurant sein wird, ist noch nicht erkennbar. Den einschlägigen Verzeichnissen im Internet kann man jedoch schon entnehmen, dass es ein Restaurant mit türkisch-anatolischer Küche werden wird (exklusives Ambiente – Ottoman Cuisine). Eine Homepage hat das Restaurant auch schon.

Osmanya

Seit Ende September ist das Restaurant nun eröffnet, die Speisekarte sieht recht interessant aus, allerdings entsprechen die Preise auch dem hohen Anspruch, den das Restaurant auf seiner Homepage erhebt. Vorspeisen kosten zwischen 5 und 10 Euro, Hauptgerichte zwischen 15 und 25 Euro. Luxus im Herzen von Moabit, ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

Ebenso werde ich wohl noch herausfinden werden müssen, ob sich das Osmanya nach dem Schriftsystem für die Somalische Sprache benannt hat. Wahrscheinlich kommt mir das zwar nicht vor, aber man weiß ja nie.


Osmanya Restaurant
Birkenstraße 17/Perleberger Straße 31, 10559 Berlin

030 48829999
www.osmanya.de
Eintrag in der Berliner Denkmalliste

Fa. Eupex

16. September 2009 8 Kommentare

Fa. Eupex

Bis vor kurzem residierte hier noch ein nie geöffneter Trödelladen. Seit ein paar Wochen wird der vollgestopfte Laden nun im wahrsten Sinne des Wortes ausgemistet. Nachdem offensichtlich auch supergünstige Preise nicht dazu beitragen konnten, den Bestand drastisch zu reduzieren, wurde etliches zum Mitnehmen auf die Straße gestellt. Am 20. September soll dann eine große Auktion helfen, den Rest loszuwerden.

Fa. Eupex Fa. Eupex

Dann wird hier die Fa. Eupex endlich tätig werden können, die sich – den vielen liebevoll handgefertigten Aushängen im Schaufenster zufolge – ganz dem Thema Werbung, Imagepflege und Verkaufsförderung widmen wird.

Fa. Eupex

Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, dass der eifrige Firmengründer es wirklich schafft, den Trödel beizeiten aus dem Ladenlokal zu schaffen und dass die große Auktion ihm dabei hilft.


Fa. Eupex
Lübecker Straße 15, 10559 Berlin

0157 72861648
www.eupex24.de
Kategorien:Kaufen und versorgen, Moabit Schlagworte: ,

Isch freu misch riesisch

7. September 2009 2 Kommentare

Irgendwo in Moabit
Fenster irgendwo in Moabit