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Artikel getaggt mit ‘Café’

Pâtisserie Le Valentin in Paris

23. November 2009 13 Kommentare

Unwiderstehlich, wirklich unwiderstehlich, diese französischen Pâtisserien! In der Passage Jouffroy findet sich eine weitere erwähnenswerte: Le Valentin. An deren Fenster, über dem der Pâtissier selbstbewusst den Schriftzug La Tour des Delices (ein I ist ihm schon abhanden gekommen – ob das wohl aus Marzipan war?) angebracht hat, drücken sich die Besucher der Passage regelmäßig die Nasen platt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn die Auslage zeigt so herrliche Köstlichkeiten, dass ein Besuch des Cafés trotz der nicht gerade niedrigen Preise geradezu von zwanghafter Unausweichlichkeit war.

Auch hier war wieder eine heiße Schokolade angesagt, zu der wir kleine Törtchen orderten: für die Lieblingszicke einen kleinen Mont Blanc und für mich eine Polonaise. Beides war außergewöhnlich gut, ganz besonders aber der Mont Blanc mit dem feinen Maronenpüree, derweil mir die Polonaise einen Hauch zu süß erschien. Das nahrhafte Getränk war auch hier selbstverständlich aus geschmolzener Schokolade hergestellt, kam allerdings schon mit Milch gemischt an den Tisch, dafür aber ganz ungesüßt, so dass man selber den gewünschten Süßegrad einstellen konnte.


4birnen
Le Valentin
30, Passage Jouffroy, 1 Paris

+33 1 42 46 12 20
www.le-valentin.fr
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Glacier Berthillon in Paris

8. November 2009 2 Kommentare

Das phänomenale Eis habe ich hier nicht gegessen. An einem kühlen Novembersonntag war mir nicht so danach, und ich habe mich lieber im Salon de thé niedergelassen und dort eine heiße Schokolade genossen und dazu ein Fondant au chocolat gekostet. Die Schokolade wird hier so gemacht, wie es sich gehört: es kommt ein kleines Kännchen geschmolzener Schokolade und dazu ein größeres Kännchen heißer Milch, woraus sich der Gast selbst die gewünschte Mischung zubereiten kann. Und die Fondants au chocolat sind ein Gedicht.

Übrigens scheinen sich gelegentlich auch Einheimische unter die vielen Touristen zu verirren, die das Café sonntags erstürmen.


5birnen
Berthillon Glacier
29-31 rue Saint Louis en l’ile, 75004 Paris

+33 1 43 54 31 61
www.berthillon.fr

Coffee Avenue № 2

7. September 2009 1 Kommentar

Coffee Avenue No 2

In den Räumen, in denen bis März 2009 noch das Alimentari e Vini Bistro residierte, hat schon vor ein paar Monaten ein neuer Kaffeeladen aufgemacht. Hier wird der Kaffee mit Einstein-Produkten hergestellt und ist auch ganz passabel, die sehr günstigen Preise für die verschiedenen Kaffees hat man allerdings leider nicht vom Vorgänger übernommen.

Seit einiger Zeit gibt es aber auf vielfältigen Wunsch der Kundschaft die aus dem Vorgängerlokal bekannten Piadine und Focacce (jetzt “Rondine” genannt) wieder, die – mit verschiedenen Füllungen, wie z.B. Mozarella und Tomate oder Parmaschinken und Rucola, versehen – für einen Mittagsimbiss sehr beliebt sind. Seitdem bin ich mittags wieder öfter hier zu finden. Außerdem gibt’s es hier jetzt kostenloses WLAN für die Kunden (am Tresen nach dem Passwort fragen).

Und „№ 2″ bedeutet nicht etwa, dass der Laden die Zweigstelle eines „№ 1″ wäre, sondern ganz einfach, dass er auf der Kirchstraße in der Hausnummer 2 residiert.


Coffee Avenue № 2
Kirchstraße 2, 10557 Berlin

Kategorien:Essen und trinken, Moabit Schlagworte: , ,

uferlos an der Panke

31. August 2009 4 Kommentare

Sang Claire Waldoff einst noch:

Und steh’ am Ufer ich der Panke,
Möcht jleich ich wieder Leine ziehn:
Bei dem Jestanke. Na ick danke.
Ne dufte Stadt ist mein Berlin …

so kann man heute doch vom Jestanke jänzlich unbehelligt im schönen grünen Garten des uferlos am Ufer eben dieser inzwischen an vielen Stellen wieder renaturierten Panke sitzen und die warmen Spätsommerabende genießen.

Café Uferlos

Nicht nur ein gepflegtes Feierabendbier schmeckt hier, nein, zu meiner Verwunderung kann man auch sehr gut essen. Auf einer großen Tafel im Innenraum sind die Tagesgerichte ausgehängt. Mit Preisen von ca. 9 bis 15 € für ein Hauptgericht ist man für den Wedding (pardon, genauer: Gesundbrunnen) sicher schon auf der etwas teureren Seite, aber was auf den Tisch kommt, scheint mir jeden Euro wert.

Mein Essen war erstens eine ungewöhnliche Kombination und zweitens auch noch ungewöhnlich gut zubereitet: „Medaillons vom Schweinefilet mit Blutwurst-Chilikruste, Birnen-Chutney und La Ratte-Kartoffeln“ stand auf der Karte, dazu kamen aber auch noch Pfifferlinge in Sahne mit rohen Frühlingszwiebeln. Klingt schräg, schmeckte mir in dieser Zusammenstellung aber sehr gut. Nur das Filet hätte ich mir einen Tick mehr rosa gewünscht.

Café Uferlos

Ich komme wieder!


4birnen
uferlos
Uferstraße 13, 13357 Berlin

030 46600510

„Am Ende der Welt“

21. April 2009 8 Kommentare

Am Ende der Welt

Seinen Namen trägt das Café nicht umsonst. Es ist in einem der wenigen Altbauten untergebracht, die auf einer Landnase des ehemaligen sowjetischen Sektors stehen, die sich zwischen den Gleisanlagen des Lehrter Güterbahnhofs und des Nordbahnhofs die Chausseestraße entlang nach Norden in den früheren französischen Sektor erstreckt.

Stadtplan 1972
Ausschnitt aus meinem ersten Berlin-Plan von 1972 (der Osten ist grau, der Westen rosa)

Ringsherum stand einst die Mauer, die nun zwar schon fast 20 Jahre weg ist, aber auf diesem Stück Mitte, eingekeilt zwischen Moabit und Wedding, scheinen sich Fuchs und Hase immer noch Gute Nacht zu sagen.

Viele der Gäste des Cafés scheinen dann auch Patienten aus dem nahegelegenen Bundeswehrkrankenhaus mit ihren Besuchern zu sein. Aber es wird hier viel gebaut, auf den Freiflächen werden schicken Stadtvillen errichtet, von denen einige an der neuen Straße Am Pankepark schon fertig und bewohnt sind. Die Gentrifizierung scheint in vollem Gange, auch wenn es auf diesem Gelände gerade nicht so viel angestammte Bevölkerung gibt. Denn hier stehen etliche zivile und militärische Gesundheitseinrichtungen, Verwaltungs- und Industriebauten, wie das ehemalige Augusta-Hospital Augusta-Hospital, das heute leer steht und zu einem Hotel umgebaut werden soll, dahinter ein Kraft- oder Heizwerk mit einem weithin sichtbaren Betonschornstein. Bis in die 1970er Jahre hatte das Oberste Gericht der DDR seinen Sitz gleich nebenan in der Scharnhorststraße 6.

Die Schlapphüte des Bundesnachrichtendienstes, dessen neues Hochsicherheitsgebäude für viele Millionen nicht weit von hier an der Chausseestraße entsteht, dort, wo einst das später in Stadion der Weltjugend umbenannte Walter-Ulbricht-Stadion stand und jetzt noch etliche Baukräne in die Luft ragen, werden hier vielleicht aus Sicherheitsgründen nicht ihre Mittagspause verbringen dürfen.

Aber zurück ins Café: Es gibt hier guten Kaffee und feinen Kuchen aus einer Bio-Bäckerei. Der Kaffee, der aus eine Rösterei in der Hamburger Speicherstadt kommt, wird auch in Gebinden übern Damm verkauft, ebenso wie ein kleines Angebot von Weinen, darunter auch Frankenweine von einem Winzer in Volkach, die gänzlich ohne Bocksbeutel auskommen.

Am Ende der Welt
Im hübsch gestalteten Café hängen Ölbilder nach Covern von Jazz-Schallplatten

Hinter dem Tresen wartet eine kleine, aber feine Auswahl an schottischen Whiskies auf Verkostung, aber das war am frühen Sonntagnachmittag eher nicht passend. Statt dessen lieber Cappuccino und Kirschsandkuchen für mich, heiße Schokolade und New York Cheese Cake für die Lieblingszicke. Beide Kuchen gefielen uns sehr gut, aber wir fanden, dass die Stücke ruhig etwas größer hätten sein können. Bei den Getränken war die Schokolade der Hit, wirklich sehr überzeugend im Geschmack.


Café – Bistro – Catering
„Am Ende der Welt“
Leif Russek & Ulrike Rodel
Scharnhorststraße 5, 10115 Berlin
0176-24563010
www.cafeamendederwelt.de
Mo-Fr: 8-18 Uhr, Sa-So: 10-18 Uhr

Caféstübchen und Pension Witt in Graal-Müritz

2. April 2009 2 Kommentare

Graal-Müritz

Der Hit des Hauses ist hier der riesige, frisch gebackene goldgelbe Windbeutel mit viel weißer Sahne und schönen roten Kirschen darin. Wunderbar und nur drei Euro – eine Sünde, die einen Umweg wert ist!

Das Café bietet nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern ist ein vollwertiges Restaurant, das abends regelmäßig gut besucht zu sein scheint.  Was an meinem Tisch vorbeigetragen wurde und bei den anderen Gästen auf den Tisch kam, sah durchaus vertrauenerweckend und reichlich portioniert aus.  Ich hatte allerdings besagten Windbeutel, der keinen Platz für weitere Speisen neben sich duldete.

Im ebenfalls röhrichtgedeckten Nebenhaus betreiben die Witts eine Pension. Tipp: mir persönlich gefällt der Ortsteil Müritz der Doppelnamengemeinde, in dem das Caféstübchen Witt beheimatet ist, deutlich besser als das mir unharmonisch zersiedelt vorkommende Graal. Daher würde ich empfehlen, eher in Müritz eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen – warum nicht auch einmal bei den Witts?


Am Tannenhof 2, 18181 Graal-Müritz
038206 77221
www.pension-cafe-witt.m-vp.de

Café Küpper in Güstrow

30. März 2009 6 Kommentare

In diesem schönen Café, dessen Geschichte bis ins Jahr 1852 zurückreicht, gibt es ganz hervorragenden hausgemachten Kuchen.

Café Küpper

Den Innenraum des Cafés dominiert ein gewaltiger Ofen, der in der kalten Jahreszeit sicherlich wunderbar gemütliche Wärme verbreitet. Das Café hat nicht allzuviele Sitzplätze und ist immer gut besucht – auf dem auf dem Weg zum Dom kommt man hier zwangsweise vorbei – im Sommer kann man aber auch in dem schönen Hof sitzen.

Café Küpper

Ich hatte hier einen Klassiker: Stachelbeertorte mit Baiser, die mir außerordentlich gut geschmeckt hat. Auch der Apfel-Mohn-Kuchen fand volle Zustimmung.

Das Café ist in Güstrow auch als Scheidungscafé bekannt: in der Nähe befindet sich das Kreisgericht, und so manches Mal ließ man sich wohl nach der erfolgten Trennung von Tisch und Bett hier das Leben wieder versüßen, wahrscheinlich aber wohl eher nicht gemeinsam,


5birnenDomstraße 15, 18273 Güstrow
03843 682485

Wie dich das iPhone ins Café Buchwald führt …

14. März 2009 6 Kommentare

www-apple-com-de-iphone-gallery-ads

Gerade habe ich zufällig entdeckt, dass uns das Programm AroundMe in einer Werbung für  den Appstore von Apples iPhone geradewegs zu meinen Lieblingkuchenundssahnetortenlieferanten und damit in eine der sowieso besten Konditoreien Berlins führt: Café Buchwald am Fuße der Moabiter Brücke. Das Video gibt es nicht nur auf Apples Website, sondern auch bei Youtube:

Nein, obwohl der Zeigefinger nach Moabit zeigt, ist das nicht mein iPhone und eine Anna Pohle kenne ich auch nicht.

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Fiaker Kaffeerösterei

22. Januar 2009 Kommentieren

Dort, wo bis vor einiger Zeit noch der „Grüne Laden“ angesiedelt war, hat vor ein paar Tagen ein Café mit eigener Kaffeerösterei eröffnet.

Der Name Fiaker verspricht Wiener Kaffeehauskultur. Heute war ich also zum ersten mal dort, zum Antesten, sozusagen. Die freundliche, etwas auf retro getrimmte Einrichtung des Cafés verbreitet Gemütlichkeit. Und ist so ganz und gar nicht Coffee Shop oder Coffee Togo, find ich gut.

Fiaker

Hier lässt man sich gerne nieder und liest — wie es sich für ein Kaffeehaus gehört — die Tageszeitung. Dazu bestellte ich mir einen Cappuccino samt einem Stück Kuchen. Überwiegend stammt der hier aus eigener Herstellung, es gibt aber auch ein, zwei Sorten Fertigware bester Qualität aus der Mailänder Pasticceria Bindi, nicht uninteressant. Passend zum Cappuccino schien mir die Cappuccino-Torte, was eine gute Wahl war.

Fiaker

Als sehr angenehm habe ich empfunden, dass ich einen Cappuccino einfach so bestellen durfte, ohne in einen Dialog über die Größe, die Art des Häubchens oder irgendwelche eigenartigen amerikanischen Zusatzstoffe verwickelt zu werden, mit denen man anderswo den mediokren — vielleicht sogar guten, aber das lässt sich ja nicht mehr feststellen — Geschmack des verwendeten Kaffees übertüncht. Auch die Frage „Zum Mitnehmen?“ blieb mir erspart — ich trinke doch meinen Kaffee eh nicht aus Pappbechern mit Schnabeltassenanmutung. Die Milch zum Kapuziner ist keine H-Milch, sondern Bio-Frischmilch — mit 3,8% Fett. Und der Cappuccino war gut! Das alles verdient mindestens vier Birnen.

Ach so, den hier gerösteten Kaffee kann man natürlich auch erwerben und mit nach Hause nehmen.


4birnenBochumer Straße 5, Moabit, 10555 Berlin

Café Jacques Offenbach

2. Oktober 2008 Kommentieren

Cafe Jacques Offenbach

Als ich unterwegs war zu diesem Restaurant, hatte ich ja die leise Befürchtung, dass ich mir dort den ganzen Abend Musik aus Hoffmanns Erzählungen oder aus Die Großherzogin von Gerolstein anhören müsste. Das hat sich dankenswerter Weise nicht bewahrheitet.

Cafe Jacques OffenbachAuch sonst hat mich die Gaststätte überaus positiv überrascht. Die Räume sind angenehm gestaltet und eingerichtet, das Personal arbeitet zuvorkommend und ruhig, die Weinauswahl ist sehr gut und das Essen schmeckt vorzüglich – und das alles bei durchweg nicht überzogenen Preisen.

Die Angebote der Küche bewegen sich zwischen französisch und italienisch mit deutlich orientalischen Einflüssen. Ich hatte Linguine mit Fasan und Kürbis, sehr fein und gut mit Stücken frischer Chilischoten abgeschmeckt (8,90 €), dazu einen sehr schönenCafe Jacques Offenbach offenen Pinot Noir (6 € für 0,2l) und war sehr zufrieden. Der Bratapfel auf Himbeerspiegel, den ich mir zum Nachtisch genehmigte, konnte da leider nicht mithalten, der Nachtisch sah zwar gut aus, aber der Apfel war zu hart und bar jeden Aromas. Aber der Espresso war fein und kam im Glas, begleitet von einem Glas Wasser, wunderbar.

Ein Ort, an dem ich gerne wieder einkehren werde.


Senefelder Straße 10, 10437 Berlin
030 40 57 47 12

www.cafe-offenbach.com