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Artikel getaggt mit ‘See’

Landmarke Lausitzer Seenland

7. Juni 2009 6 Kommentare

Landmarke Lausitzer Seenland

Weithin sichtbar ragt seit Ende 2008 die Landmarke Lausitzer Seenland am Ufer des neu entstehenden Sedlitzer Sees in die Höhe, direkt an der Mündung des Sornoer Kanals, der Geierswalder und Sedlitzer See miteinander verbindet. Der Aussichtsturm wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Fürst-Pückler-Land als als Orientierungs- und Aussichtspunkt und als Symbol für den Wandel der früheren Bergbaulandschaft zu einer Seenlandschaft errichtet. Noch ist das Wasser weit entfernt vom Turm, aber in ein paar Jahren wird er direkt an den Gestaden des Sedlitzer Sees stehen.

Landmarke Lausitzer Seenland

Der rund dreißig Meter hohe Turm mit dreieckigem Grundriss ist ganz aus Cortenstahl gebaut. Der Entwurf stammt vom Münchener Architekten Stefan Giers, der damit einen internationalen Architekturwettbewerb gewonnen hat, den die IBA und die Stadt Senftenberg 2005 ausgeschrieben hatten. Ganze 111 Tonnen des witterungsbeständigen Stahls mit der rostroten Farbe wurden hier verbaut. Das Material soll an die Giganten der Technik erinnern, die bei der Freilegung der Kohlenflöze die Landschaft der Lausitz tiefgreifend umgestaltet haben.

Landmarke Lausitzer Seenland

Die beiden dem See zugewandten Seiten der Landmarke sind geschlossene, glatte Stahloberflächen, die durch den unterschiedlichen Oxidationsgrad der verwendeten Stahlplatten eine interessante Struktur erhalten, während die dritte Seite offen ist und — einer überdimensionalen Skulptur gleich — den Treppenaufgang und die Zwischenetagen zeigen. Trotz der großen Abmessungen erscheint der Turm aufgrund der geringen Dicke der Stahlplatten fast filigran und leicht, wenn man die 162 Stufen zur Aussichtsplattform emporsteigt. Jeder Schritt wird dabei auch akustisch erfahrbar — der Stahl wird in Schwingungen versetzt, denen die großen Hohlkörper an den glatten Seiten als Resonanzkörper dienen.

Landmarke Lausitzer Seenland

Von der Plattform aus hat man ein grandioses Panorama über die entstehende Lausitzer Seenlandschaft genießen kann. Neben den direkt angrenzenden Seen — den beiden schon genannten und dem Partwitzer See — sieht man auf den ehemaligen Tagebau Meuro, in dem der Ilse-See entsteht, die Kraftwerke Schwarze Pumpe und Boxberg und den Windpark in Klettwitz. Am Geländer der Plattform sind einige markante Punkte durch eingelaserte Schriftzüge angegeben.

Landmarke Lausitzer Seenland

Ein wunderbares Bauwerk, das mir jeden der fast 1 Million Euro wert scheint, die es gekostet hat. Es empfiehlt sich, den Rostigen Nagel, wie er im Volksmund geheißen wird, möglichst nicht an Tagen zu besuchen, an denen mit großem Andrang zu rechnen ist, denn dann kann es hier schon mal arg überlaufen sein, wie die Lausitzer Rundschau berichtet.


51,5270°N, 14,0996°O
www.architekturundlandschaft.de

Anfahrt zur Landmarke
Einzig mögliche Anfahrt: An der B96 zwischen Senftenberg und Hoyerswerda liegt der Ort Kleinkoschen, am Hinweisschild “Aussichtsturm Landmarke” verlässt man die B96, fährt über eine Brücke über die schwarze Elster, durch Kleinkoschen hindurch und rund 3,5 km in nordöstlicher Richtung.

Insel im Tollensesee

6. Oktober 2008 Hinterlasse einen Kommentar

Im nördlichen Teil des Tollensesees befindet sich eine kleine Insel, auf die man vom Belvedere in Broda aus schaut.

Tollensesee
Inselchen im See

Dieses Inselchen ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern erinnert eher an eine wenig erfreuliche Verwendung des langgesteckten Tollensesees. Sie ist nämlich der Rest der ehemaligen Torpedoversuchsanstalt, zu dem die deutsche Kriegsmarine 1941-1942 den See machte. Auf einer künstlichen, in Spundbauweise errichteten Insel wurde die dreistöckige Kommandozentrale für den Abschuss und die Überwachung der Torpedotests erbaut.

tva
Kommandozentrale der ehemaligen Torpedoversuchsanstalt

Die Bauarbeiten wurden überwiegend von Kriegsgefangenen aus dem nahegelegenen Lager Fünfeichen in Neubrandenburg durchgeführt.

Kurz bevor die Rote Armee Neubrandenburg erreichte, zerstörten Wehrmachtseinheiten am 28. April 1945 die Gebäude. Im Rahmen der Demilitarisierung nach dem Potsdamer Abkommen wurden die Bauwerke auf der Insel 1947 gesprengt. Eine weitere Sprengung im Sommer 1960 versetzte die Anlage in den jetzigen Zustand. Heute hat sich die Natur der Trümmerreste bemächtigt und sie mit einem grünen Dach versehen. Die Reste der Anlage unter Wasser sind ein beliebtes, wenn auch nicht ungefährliches Ziel von Tauchern.

Über die Geschichte der Torpedoversuchsanstalt hat Oliver Zimmermann ein Buch mit dem Titel »Auf den Spuren der deutschen Kriegsmarine, Torpedoversuchsanstalt Eckernförde, Abt. Neubrandenburg« geschrieben und der mdr den Film Gebunkerte Geheimnisse – Torpedos im Tollensesee gedreht.

Tollensesee

6. Oktober 2008 2 Kommentare

Tollensesee
Blick über den See von seinem südlichen Ende aus

Der Tollensesee mit seinem klaren Wasser allein ist schon eine Reise wert. Erst recht aber die Landschaft, in die er eingebettet ist, eine eiszeitliche Endmoränenlandschaft unvergleichlicher Schönheit. Sanfte Hügel, durchzogen von weiten Tälern, Wiesen und riesigen Feldern, auf denen sich im Sommer das Getreide im Winde wiegt und die im Herbst den Blick auf rotbraune Erde freigeben, dazwischen immer mal wieder eine Hecke, ein Gruppe von Bäumen, ein kleines Wäldchen – es hat schon ein klein wenig die Anmutung der toskanischen Hügellandschaft rund um Siena.

Tollensesee
Landschaft am südlichen Ende des Sees

Das Tolle ist, dass man diese Eindrücke schon aus dem Auto bekommt, wenn man eine der beiden Bundesstraßen benutzt, die am See entlang führen – die B 96 im Osten, die B 192 im Westen.

Und dann erst einmal die vielen Sehenswürdigkeiten rund um den See: alte Städte und Dörfer mit Kirchen, Burgen, Schlössern, Herrensitzen – Baudenkmäler allerorten:

Erkunden kann man den See auch per Fahrrad auf dem Tollenseseeradrundweg und übernachten kann man direkt am See auf dem schönen Campingplatz Gatsch Eck.

Ein paar technische Daten zum See: Seine Oberfläche beträgt 17 km², er ist 11 km lang, 2,5 km breit und erreicht eine maximale Tiefe von 34 Metern. Das südliche Ende des Sees bildet, durch die bewaldete Halbinsel Nonnenhof abgetrennt, einen eigenständigen kleinen See, die Lieps. Sie ist eines der bedeutendsten Vogelschutzgebiete, in dem man Seeadler, Kraniche, Fischreiher und Eisvögel beobachten kann.

Tollensesee

Im nördlichen Teil des Tollensesees befindet sich eine kleine Insel, auf die man vom Belvedere in Broda aus schaut.


Mecklenburg, Neubrandenburg

Campingplatz Gatsch Eck am Tollensesee

22. August 2008 Hinterlasse einen Kommentar

Campingplatz Gatsch Eck

Der einzige Campingplatz am Tollensesee liegt an seinem westlichen Ufer, ungefähr auf der halben Länge des Sees. Erreichbar ist der Platz über einen ungefähr fünf Kilometer langen, holprigen Weg, der zu großen Teilen aus gefühlt uraltem Kopfsteinpflaster besteht. Man erreicht ihn, wenn man in Neuendorf von der B104 abfährt und dem Gatscher Damm folgt. Radfahrer können den wirbelschonenden Waldweg neben der Straße benutzen. Und auch, wer ohne Auto oder Rad kommt, findet gut zum Campingplatz: Dreimal täglich legt das Linienschiff, das die ganze Länge des Tollensesees abfährt, an Gatsch Eck an – keine zwei hundert Meter vom Eingang des Platzes entfernt.

Die Mühen des autoquälenden Wegs werden durch die einmalig schöne Lage des Platzes auf einer Landzunge, die in den See hineinragt, mehr als belohnt. Obwohl der Platz überwiegend von Dauercampern des Vereins der Naturfreunde Gatsch Eck, die den Platz auch betreiben, genutzt wird, sind Durchreisende willkommen und finden auf einer von drei baumgesäumten Wiesen einen Platz. Eine der Wiesen liegt direkt am See und ist Zelten vorbehalten. Wegen der Nähe des Tollenseradwegs  machen hier auch viele Radler halt.

Das Wasser des Sees ist einmalig klar und sauber und wird an der campingplatzeigenen Badestelle gerne für ein morgendliches Bad genutzt. Über den See schaut man auf das Weichbild von Neubrandenburg – trotz ihres Alters überragt die Stadtkirche St. Marien alle anderen Gebäude der Stadt.

Die Übernachtung für zwei Personen, Zelt und Auto kostet hier 18 €.



Gatscher Damm, Gatsch Eck am Tollensesee, 17039 Wulkenzin
0395 5665152

www.camping-gatsch-eck.de

Campingplatz Himmelpfort

18. August 2008 Hinterlasse einen Kommentar

Campingplatz Himmelpfort

Standortbestimmung und Investitionshilfen

Also steht die Rückwand Ihres Gehäuses mit Impulsgeber, Recycling und Verarbeitungsanlage zum Stolpsee, so erkennt Ihr 300 GPS Speicher einige Gebäude. Da heißt:

Linke für Behinderte, einsame Waschkabinen, Abwaschraum, Wascher und Trockner.

Mitte. Den Konsumtempel.

Rechte, den Sanitärbereich duschen, waschen, fönen und persönlich entsorgen.

Ganz linkige erkennen den Wertstoffhof. Ganz rechtige den Abstellhof.

Da lang – Freie Auswahl!!!

  1. Der Schlüssel kostet für Ihre persönliche Entsorgung, bzw. Reinigung aller Körperschaften als Souvenir 5,- € als Pfand 5,- €. Müffelt es, erfolgt die Körperreinigung, der Duschautomat will 0,70 B.A.T. dafür gibt es einen Chip.
  2. Waschmaschine/Trockner kein Türschlüssel, nur der Trockner und Wascher verlangen eine Münze. Erhalten Sie da, wo die Prospekte als Geschenke verteilt werden.
  3. Schrankenöffnung von 7.00 – 13.00 Uhr und 15.00 – 22.00 Uhr. Also Blechhaube am Mittag stehen lassen.

Diese schöne Prosa veröffentlicht der Campingplatz auf der Rückseite der Preisliste über sich Campingplatz Himmelpfortselbst. Der Platz ist wunderschön direkt am Stolpsee gelegen und sein Zelt kann man unmittelbar am Ufer des Sees aufschlagen. Nach Himmelpfort mit Klosterruine und Restaurants kommt man bequem zu Fuß über einen sehr schönen, baumbestandenen Uferweg.

Rund 18 € kostet die Übernachtung für zwei mit Zelt pro Nacht, dazu noch 0,70 € für drei Minuten Duschen, na ja.

Campen, wo der Weihnachtsmann wohnt, eben.


Am Stolpsee 1, 16798 Himmelpfort
033089 41238

www.camping-himmelpfort.de

funplace beach in Groß Köris

An der Ablage, OT Klein Köris, 15746 Groß Köris
033766 20170

www.wakeboat.de

Mo-Do: 10-20h, Fr-So: 10-22h

klein_koeris

Unter Palmen in Brandenburg, das geht nicht nur in der Cargo-Lifter-Halle, sondern auch am Klein Köriser See. Ein sehr schöner Platz, um Rast zu machen und ein Bier zu trinken (0,4 l Bit für super günstige 2 €!), ist der funplace beach, gleich gegenüber vom Gasthof Fontanehaus und mit einem großen Parkplatz. Man sitzt auf der grünen Wiese direkt am See, kann entspannen und dem Treiben der vielen Wassersportler zuschauen.

Der »Wakeboat Beachclub Funplace« (so das Logo an der Bar) bietet jede Menge unterschiedlicher Möglichkeiten an, sich mit Hilfe von Verbrennungsmotoren über das Wasser zu bewegen: geschleppt kann man werden mit Wakeboard, Wasserski, Banane und Tubing, selber fahren kann man mit gemieteten Motorbooten. Als wir dort waren, übte auch gerade ein Gruppe Paddler, ein Drachenboot zu zähmen. Das mit dem Gleichtakt klappte noch nicht so ganz…

klein_koeris_drachenboot

Kategorien:Essen und trinken Schlagworte: , ,

Straussee in Strausberg

Seeblick, 15344 Strausberg

Riesig ist er ja nicht, der Straussee, den die Eiszeit als einen der für Brandenburg so typischen Rinnenseen hinterlassen hat, nur so bis maximal 600 Meter breit, aber immerhin doch fast vier km lang. Seine Form ähnelt der einer Erbsenschote, was über das slawische Wort »struz« für Schote dem See – und damit der Stadt Strausberg – zum Namen verholfen haben soll. Das ist jedoch nicht verbürgt, aber doch wahrscheinlich, steht doch auf dem ältesten bekannten Siegel der Stadt Strausberg »SIGILLUM BURGENSIUM DE STRUZB« (um 1315).

strausseefahre

Lang genug ist der Straussee – und so schmal nun auch wieder nicht, dass er in seiner Mitte eine Fähre bekommen musste, damit die Strausberger den Ortsteil mit dem schönen Namen »Jenseits des Sees« auf der Waldseite ohne große Umwege erreichen können. Immerhin ist sie die einzige elektrisch betriebene Seilfähre Deutschlands.

Und der See ist auch lang genug, dass sich bei heftigem Wind weiße Schaumkronen bilden können, die ihn fast als wildes Gewässer erscheinen lassen.

straussee

Für ruhigeres Sommerwetter bietet er an seinen Ufern ein öffentliches Schwimmbad und einige Badestellen. Es lohnt sich, denn das Wasser des Sees ist sauber, Motorboote gibt es hier nur mit elektrischem Antrieb. Tauchen und Angeln kann man hier auch, im Straussee leben Aale, Zander, Barsche, Hechte und Karpfen.

Kategorien:Besuchen und anschauen Schlagworte: , ,
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