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Artikel getaggt mit ‘Theater’

Theater am Rand

2. März 2010 4 Kommentare

Jottwede — janz weit draußen — da, wo man es nicht erwartet, im relativ dünn besiedelten Oderbruch, am östlichen Rand von Brandenburg liegt ein gut besuchtes Privattheater: das Theater am Rand. 1998 wurde es vom Akkordeonisten Tobias Morgenstern und dem Schauspieler Thomas Rühmann unweit des Oderdeichs gegründet, damals als Zimmertheater für rund 30 Zuschauer. Später spielte man dann draußen auf der Wiese und seit 2006 unter einem festen Dach im eigenen Haus. Und damit hat es auch wieder eine besondere Bewandtnis: Das Haus ist ganz aus Holz gebaut, ein Rundbau, den man an drei Seiten öffnen kann, so dass die Natur des Oderbruchs “mitspielen” kann.

Im Winter bleiben die Wände freilich geschlossen, ein dicker eiserner Holzofen in der Mitte des Zuschauerraums liefert die nötige Wärme und an der Bar am Eingang kann man Glühwein für die innere Erwärmung kaufen.

Ich war zu einem Programm mit dem zum Wetter passenden Namen Schneefrühling dort, in dem Thomas Rühmann und sein Bruder Martin Texte und Lieder von Strittmater, Gundermann und anderen vortrugen, garniert mit Geschichten aus der Kinder- und Jugendzeit der beiden Brüder, so dass es ein sehr persönlicher Mittag wurde. Im Gespräch nach der Vorstellung erzählt Thomas Rühmann, dass der Großteil der Besucher des Theaters aus dem Oderbruch kommt, nur rund zwanzig Prozent sind Berliner, die den Theaterbesuch oft mit einem Wochenendausflug ins Oderbruch verbinden.

Den Eintritt bezahlt man hier übrigens nach der Vorstellung, man gibt soviel, wie man denkt, dass einem die Vorstellung wert war.


Theater am Rand
Zollbrücke Nr. 16, 16259 Zäckericker Loose

033457 6652
www.theateramrand.de
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Opernhaus Leipzig

12. Oktober 2009 2 Kommentare

Oper Leipzig

Eine Perle der sozialistischen Baukultur der DDR steht in Leipzig am Augustusplatz: das Opernhaus, das von 1956 bis 1960 nach Plänen des Architekten Kunz Nierade als Ersatz für das im Krieg zerstörte Neue Theater erbaut wurde. Es ist der erste Theaterneubau, den die DDR errichten ließ, 44,6 Mio. DDR-Mark hat er gekostet. Es ist wohl auch der größte: Das Bühnenhaus misst immerhin 30 mal 23 Meter und der Saal bot ursprünglich mehr als 1600 Zuschauern Platz.

Neues Theater Leipzig um 1900
Neues Theater um 1900 (Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei)

Von den spätklassizistischen Formen des 1864-1868 nach Plänen von Carl Ferdinand Langhans errichteten Vorgängerbaus ließ sich Nierade offensichtlich inspirieren und hat dem Baukörper eine recht ähnliche Form gegeben. Die Fassadengestaltung mit hellem Pirnaer Sandstein, den großflächigen Fenstern mit goldfarben eloxierten Aluminiumrahmen und mit den recht wenigen Schmuckelementen ist aber ganz im Stil der Zeit gehalten. So zeigt das Opernhaus die gelungene Synthese zwischen klassizistischem Erbe und moderner Architektur. Ursprünglich hätte das Haus noch viel mehr Schmuck tragen sollen, wegen Rohstoffmangels ist es aber dazu nicht gekommen – glücklicherweise, muss man im Rückblick wahrscheinlich sagen.

Oper Leipzig
Garderobenhalle

Noch mehr zeigt das Haus von Innen seinen besonderen Baustil, den man ganz gut als sowjetisches Art Déco charakterisieren könnte. Die Wände, Pfeiler und Säulen im Eingangsbereich und der recht niedrigen Garderobenhalle sind teilweise mit handgefertigten weißen Fliesen aus Meißener Porzellan verkleidet.

Oper Leipzig
Treppe

Über aufwendig gestaltete Treppenhäuser gelangt man auf rotem Teppich schreitend vorbei an mit Blattgold ausgeschlagenen Wänden in das Parkettfoyer. Geländer und Handläufe sind ganz im typischen Stil der 1950er Jahre gehalten.

Oper Leipzig
Parkettfoyer in Birnbaumholz

Im Parkettfoyer sind die Wände großflächig mit rötlich schimmerndem Birnbaumholz verkleidet. Im Kontrast zur streng gehaltenen Vertäfelung steht die ornamental gestaltete Decke. Bemerkenswert sind hier auch die vereinzelt zu findenden Sitzmöbel, die ebenfalls ganz deutlich zeigen, aus welcher Zeit sie stammen.

Oper Leipzig
Decke im Parkettfoyer

Die Wände des Zuschauerraums sind ganz mit Riegelahorn mit seiner charakteristischen Maserung verkleidet, das der besseren Akustik wegen nicht flach sondern fächerartig angebracht ist. Besonders auffällig sind hier die halbrunden Logen – Intendantenloge und Staatsratloge – von denen aus man wohl einen Teil der Bühne nicht sieht, aber dafür selber gut gesehen werden kann.

Oper Leipzig
Blick vom Rang in den Zuschauerraum

Im ganzen Haus finden sich aufwendig gestaltete vielflammige Leuchter, es wird sicher ein massives und finanziell ruinöses Unterfangen, hier auf Energiesparlampen umrüsten zu wollen.

Oper Leipzig Oper Leipzig
Leuchter im Rangfoyer und im Zuschauerraum

Im Jahr 2007 wurde das Opernhaus mit einem Aufwand von 9,5 Millionen Euro umgebaut und in den Originalzustand von 1960 zurückversetzt. Durch eine großzügigere Bemessung der Beinfreiheit bietet das Theater heute nur noch etwas weniger als 1300 Zuschauern Platz.

Kunz Nierade, der Architekt des Opern, war übrigens auch Leiter des Architektenkollektivs, das die Pläne für die 1965/66 erfolgte grundlegende Erweiterung der Komischen Oper in Berlin lieferte, der die Hauptfront in der Behrenstraße die Neugestaltung ganz im sachlichen Stil der 1960er Jahre verdankt.


Oper Leipzig
Augustusplatz 12, 04109 Leipzig

0341 71680
oper-leipzig.de

Hans-Otto-Theater in Potsdam

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Ein Theater mit einem eigenen Schiffsanleger, das scheint mir zur Potsdamer Kulturlandschaft ganz hervorragend zu passen. Ein wunderbares Gebäude wurde hier gebaut, das seine schönste Seite dem Tiefen See zeigt. Drei rote muschelartige, leuchtend rot gestrichene Dachformen strecken sich dem Wasser entgegen und prägen das Gesicht des Hauses nach außen und ebenso nach innen. Entworfen hat es der Kölner Architekt Prof. Gottfried Böhm. Wegen der traumhaften Wasserlage und der Formen des Gebäudes wird das Theater oft mit dem Wahrzeichen Sydneys, dem Opernhaus des Architekten Jørn Utzon, verglichen.

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Nach der Zerstörung des alten Schauspielhauses im zweiten Weltkrieg spielte das Potsdamer Theater jahrzehntelang in Provisorien und Ersatzspielstätten, deren letzte – die »Blechbüchse« – gebaut wurde, nachdem der bereits in der DRR begonnene Rohbau 1991 abgerissen wurde, und die dann für viele Jahre schon den Charakter eines festen Hauses für das Theater bekommen hatte. Unter den Ersatzspielstätten waren auch ganz wunderbare, wie die Orangerie, wo ich eine wunderbare Aufführung von »Onkel Wanja« gesehen habe. Im Herbst 2006 beendete die Einweihung des neuen Theaters endlich das lange Hin und Her. Beim Richtfest sagte der Intendant Uwe Eric Laufenberg: »Es ist das erste Mal seit Friedrich Wilhelm II., dass in Potsdam ein Theaterbau nicht nur geplant, sondern auch um- und durchgesetzt wurde.«

Das neue Theater liegt auf auf dem Gelände des Kultur- und Gewerbestandorts Schiffbauergasse, der etliche andere schöne alte Gebäude beherbergt, die von der früheren Nutzung als preußische Kaserne und als Industriestandort zeugen. Ein alter denkmalgeschützter Gasometer wurde in die Rückseite des Theaterbaus integriert und dient nun, mit einer Toreinfahrt versehen, als Betriebshof. Ein weiteres Industriedenkmal, eine pittoreske alte Zichorienmühle, grenzt zur Seeseite an das neue Theater und beherbergt das italienische Restaurant »Il teatro«.

Der variable Zuschauerraum des Theaters fasst annähernd 500 Zuschauer. Die Sitze lassen sich komplett auf Bühnenniveau absenken und erlauben damit auch die Nutzung des Hauses für andere Zwecke wie Bälle und Kongresse. Das größte Manko des schönen Baus ist die problematische Akustik, die manchmal die Sprachverständlichkeit beeinträchtigt.

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Mit dem Schiff – am besten einer alten italienischen Riva-Motoryacht aus glänzendem Mahagoni – würde ich hier auch gern einmal hinfahren, anlegen, aussteigen und dann einen schönen Abend im Theater verbringen. 


Schiffbauergasse 11, 14467 Potsdam
0331 98110
www.hansottotheater.de
Öffnungszeiten der Kasse: Mo-Fr 10:00 Uhr-18:00 Uhr, Sa-So 10:00 Uhr-14:00 Uhr

Renaissance-Theater

15. Januar 2008 1 Kommentar

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Auf dem spitzen Dreieck zwischen Hardenbergstraße und Knesebeckstraße ließ sich der Akademische Verein »Motiv« 1902 sein Vereinshaus bauen. Die Restaurationsräume des Vereins wurden 1919 zu einem Kinosaal umgebaut, in dem schließlich 1922 der junge Wiener Schriftsteller Theodor Tagger das Renaissance-Theater eröffnete. Trotz der vielen zeitgenössischen Stücke, die er hier mit bekannten Schauspielern inszenierte, blieb dem wegen seines engen Saals so genannten »Schlauchtheater« der Erfolg versagt.

Ende 1926 baute der bekannte Theaterarchitekt Oskar Kaufmann, der u.a. auch die Pläne für das Hebbeltheater und die Volksbühne geliefert hatte, das Haus zu einem vollwertigen Theater um. Dabei erhielt es seine bis heute erhaltene Innenausstattung mit ihrer expressionistischen Formenvielfalt. Der Zuschauerraum wird ganz durch rötliches Rosenholz bestimmt. Unverwechselbar und einzigartig sind die großflächigen Intarsienbilder im Rang mit Darstellungen von Szenen aus der Commedia dell’Arte, die der Künstler César Klein schuf. Das Renaissance-Theater ist mit dieser Ausstattung das einzige vollständig erhaltene Art-Déco-Theater Europas und steht vollkommen zu Recht unter Denkmalschutz.

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Neuer Theaterdirektor nach dem Umbau war der Regisseur Gustav Hartung, er leitete das Haus bis 1930. Ein großer Erfolg war das 1929 von ihm inszenierte Drama »Krankheit der Jugend« von Ferdinand Bruckner. Erst Jahre später wurde offenbar, dass sich hinter diesen Pseudonym der Theatergründer Tagger verbarg.

In der Spielzeit 1932/33 war das Theater geschlossen, danach wurde überwiegend seichte Unterhaltung geboten, bis es 1943 unter dem Intendanten Heinrich George das »Kleine Haus des Schiller-Theaters« wurde.

Nur wenige Tage nach Kriegsende, am 27. Mai 1945, fand im Renaissance-Theater die erste Theatervorstellung im zerstörten Berlin statt. 1946 erfolgte dann die Aufnahme des regulären Spielbetriebs und bald war das Theater Bühne für fast alle bekannten deutschen Schauspieler. Heute hat das Theater unter Leitung von Horst-H. Filohn einen Spielplan, der überwiegend Stücke zeitgenössischer Autoren umfasst und einerseits Unterhaltung auf hohem Niveau bietet, andererseits die Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Erscheinungen nicht scheut. Außerdem finden hier seit mehr als zwanzig Jahren die Lesungen der »Berliner Lektionen« statt.


Knesebeckstraße 100, Charlottenburg, 10623 Berlin
030 3124202
www.renaissance-theater.de

Kassenöffnungszeiten: Mo-Fr: ab 10.30h, Sa: ab 10h, So: ab 13h
bis eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, anschließend Abendkasse

Maxim-Gorki-Theater

6. September 2007 1 Kommentar

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Die Geschichte des Hauses, das das Maxim-Gorki-Theater seit seinem Gründungsjahr 1952 beherbergt, beginnt 1827 als erster öffentlicher Konzertsaal Berlins. Gebaut wurde er ab 1825 von Theodor Ottmer, der auf Pläne von Karl Friedrich Schinkel zurückgriff, für die Berliner Sing-Akademie, die hier ihre Konzerte gab, bis das Haus im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde. Auftraggeber war Carl Friedrich Zelter, der sich neben seinem eigentlichen Beruf als Maurermeister als Musiker, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge um die Musik und die musikalische Ausbildung in Preußen verdient machte. Der heute noch erhaltene Zuschauerraum war als Konzertsaal wegen seiner guten Akustik in Europa berühmt.

Im Haus der Singakademie gaben Johannes Brahms, Franz Liszt, Clara Schumann, Niccolò Paganini und Anton Rubinstein Konzerte, Alexander von Humboldt berichtete über seine Forschungsreisen in ferne Länder und der Philosoph Wilhelm Schlegel hielt Vorlesungen. Eine Gedenktafel im Foyer erinnert daran, dass 1829 Felix Mendelssohn-Bartholdy hier die jahrelang verschollene Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach, die Zelter wiederentdeckt hatte, dirigierte und damit eine Bach-Renaissance in Deutschland einleitete. Im Revolutionsjahr 1848 tagte die konstituierende Preußische Nationalversammlung im Konzertsaal.

Nach dem zweiten Weltkrieg beschlagnahmte die sowjetische Besatzungsmacht das Gebäude und ließ es 1947 als Theaterhaus des benachbarten Hauses der Kultur der Sowjetunion, des jetzigen Palais am Festungsgraben, wieder aufbauen. Die strenge klassizistische Fassade mit dem korinthischen Pilastern blieb im Wesentlichen erhalten, sie wurde 1992 mit Mitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz nach den ursprünglichen Entwürfen instandgesetzt.

Das Maxim-Gorki-Theater war anfänglich unter der Leitung des Stanislawski-Schülers Maxim Vallentin dem sozialistischen Realismus verpflichtet. Seine erste Inszenierung für das neue Theaterensemble war das sowjetische Stück »Für die auf See« von Boris Lawrenjow. Am Ende der 1950er Jahre, in den Zeiten der Entstalinisierung, als Heiner Müller Dramaturg am MGT war, wurden Stücke wie »Die Korrektur« von Inge Müller und »Die Lohndrücker« von Müller selbst hier erstaufgeführt.


Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin
+49 30 20221115
www.gorki.de
Öffnungszeiten Kasse: Mo-Sa 12-18:30h, So 16-18:30h

Schaubühne am Lehniner Platz

4. September 2007 1 Kommentar

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Ein großartiges Theater mit großartigen Schauspielern in einem großartigen Gebäude.

Das Gebäude, das heute die Schaubühne beherbergt, ist Teil eines ganzen Bebauungskonzeptes im Stil der Neuen Sachlichkeit, das Erich Mendelsohn 1926 bis 1928 realisiert hat. Er hat einen ganzen Straßenblock bebaut, entstanden sind ein Hotel, ein Kabarett, Wohnungen, Geschäfte und ein Kino, das 1928 als »Universum« als größtes Lichtspielhaus der Stadt eröffnet wurde. Im zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es nach dem Krieg neu aufgebaut und diente zuerst wieder seinem ursprünglichen Zweck, später dann als Tanzlokal und Musicaltheater.

Das Kinogebäude wurde von 1976 bis 1981 komplett entkernt und vom Berliner Architekten Jürgen Sawade umgebaut zum Theater. Das in der Aufbruchstimmung der 1968er Jahre entstandene Theaterkollektiv »Schaubühne am Halleschen Ufer« unter Leitung von Peter Stein, eines der führenden deutschsprachigen Theater, zog in das multifunktionale Gebäude, das mit der modernsten Technik seiner Zeit ausgestattet war, und wurde zur »Schaubühne am Lehniner Platz«.

Auch nach der Ära Stein, die 2000 zu Ende ging, hat das Theater mit einem neuen, jungen Ensemble nichts von seiner Kraft verloren. Hier wird immer noch hervorragendes Theater gemacht, wobei ich auch nicht jede Inszenierung gleich gut gelungen finde, was aber ganz sicher nicht an mangelnder Schauspielkunst liegt. Allerdings habe ich mich in letzter Zeit schon mal über die eine oder andere Inszenierung geärgert.


Kurfürstendamm 153, 10709 Berlin
+49 30 890020
www.schaubuehne.de
Öffnungszeiten Kasse: Mo-Sa: ab 11h, So: 15h jeweils bis eine Stunde vor Vorstellung, an vorstellungsfreien Tagen bis 18:30h, Abendkasse jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Schlosstheater im Neuen Palais

Am Neuen Palais, 14469 Potsdam
www.spsg.de/index.php?id=1661

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Das Schlosstheater im Neuen Palais wurde 1766-1769 von Carl von Gontard, Jan Boumann d.Ä. und Johann Christian Hoppenhaupt d.J. für König Friedrich II. entworfen und gebaut. Die Sitzreihen sind – ähnlich einem antiken Theater – im Halbrund angeordnet. Die Farben rot und weiß dominieren, goldfarbene Hermen stützen die Ränge und vergoldete Ornamente zieren Decken und Wände. Nach der umfassenden, 1991 abgeschlossenen Restaurierung erstrahlt das Hoftheater wieder in alter Schönheit und gehört unzweifelhaft zu den schönsten historischen Theatern Europas.

Mit seinen nur 226 Sitzen hat das Rokokotheater eine sehr intime Atmosphäre und man sitzt selbst in der hinteren Reihe des Rangs sehr dicht an der Bühne. Zumindest einmal sollte man hier gewesen sein, im Rahmen der Potsdamer Musikfestspiele finden hier regelmäßig Konzerte statt.

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