Schwerbelastungskörper

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Alles, was von den größenwahnsinnigen Planungen der „Welthauptstadt Germania“ als manifestes Bauwerk übrig geblieben ist, findet sich in der Nähe der Dudenstraße direkt neben den Gleisen der Nord-Süd-Bahnverbindung. Hier steht auf dem Dreieck zwischen General-Pape-Str. und Löwenhardtdamm der Schwerbelastungskörper – 12.000 Tonnen Beton in Form eines 14 Meter hohen Zylinders mit einem Durchmesser von 21 Metern, der dazu auch noch 18 Meter in den Untergrund ragt. Die volksmündliche Bezeichnung „der Pilz“ trifft eigentlich genau.

Das schnöde Bauwerk sollte den hohen Druck simulieren, den die im Berliner Urstromtal geplanten Großbauten verursachen würden. Der Berliner Sand erwies sich als tragfähig, der hier geplante Triumphbogen ist uns erspart geblieben.

Ein Nutzungskonzept für das „Gebäude“ ist wohl nicht so einfach zu finden, wegsprengen kann man es nicht, und die Hoffnung, dass es von selbst im Berliner Sand versinkt, braucht man nicht zu hegen. Nun steht es seit einigen Jahren unter Denkmalschutz.

2007 und 2008 war er komplett für Sanierungsmaßnahmen eingerüstet, um die Außenhaut, die etwas bröselig ist, und das „Dach“ besser gegen die Unbilden der Witterung zu schützen. Im nächsten Bauabschnitt ab 2009 sollen dann ein Aussichtsturm und ein Informationspavillon gebaut werden. Näheres findet sich auf der unten angegebenen Website.


Dudenstraße 98, 10965 Berlin
www.stadtumbau-berlin.de

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