Pferdebahnhof Moabit

Die „Große Berliner Pferdeeisenbahn AG“ hat 1891 diesen Pferdebahnhof in der Moabiter Waldenser Straße bauen lassen. Er war der letzte und größte seiner Art in Berlin.

Pferdebahnhof Moabit

Hier fanden einst 506 Pferde ihren Platz, die die Berliner Straßenbahn durch die Stadt gezogen haben, bevor ihre Arbeit schon 1904 komplett durch die Elektrizität übernommen wurde (ökologischer war’s bestimmt, denn so ein Pferd verbraucht ja bekanntlich nur nachwachsenden Rohstoff).

Eines der langgestreckten Gebäude hatte in den beiden unteren Etagen die Ställe, in den beiden oberen die Lager für das Pferdefutter. Die gegenüberliegende, zweigeschossige Remise bot Platz für rund 70 Wagen der Straßenbahn. Dazwischen verliefen einst die Gleise.

Pferdebahnhof Moabit

Die Anlage ist weitestgehend erhalten und steht unter Pferdebahnhof MoabitDenkmalschutz. Seit 1924 bis heute wird sie als Unterkunft für verschiedene Gewerbe. Unter dem jetzigen Namen „Waldenser Hof“ logieren hier jetzt Architekten, Beratungsunternehmer, Elektronikfirmen, Immobilienhändler, aber auch klassisches handwerkliches Gewerbe wie eine Schlosserei. Die ehemalige Remise nutzt zu einem Großteil der Bildungsmarkt mit Werkstätten für Metallbau und Tischlerei. Der Bildungsmarkt betreibt auch das Ausbildungsrestaurant Waldenser, wo man Mittags zwischen 11:30 und 14 Uhr essen gehen kann.

Pferdebahnhof Moabit

Der ziegelgelbe ehemalige Verwaltungsbau des Pferdebahnhofs beherbergt in seinem Souterrain eine Bar namens Subito.


Waldenser Str. 2-4, 10551 Berlin
www.waldenser-hof.de

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