Wohnanlage „Am Eschengraben“

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Als wäre er als Kulisse für Fritz Langs Metropolis gebaut, so steht dieser Juwel der Architektur der klassischen Moderne in sorgfältig rekonstruiertem Zustand in Pankow an der Thulestraße zwischen Hardangerstaße, Eschengraben und Talstraße.

Den gesamten Block hat der Architekt Erwin Anton Gutkind 1925 fertiggestellt. Gutkind hat verschiedene Elemente der zeitgenössischen Stilschulen geschickt miteinander kombiniert. Die dunklen Ziegelfronten mit weißen Putzbändern und den vergleichsweise kleinen Fenstern, die in sich wieder eine gekonnte Raumaufteilung der Glasflächen und Streben aufweisen, nehmen die Neue Sachlichkeit vorweg. Ähnliche Stilelemente finden sich auch an den anderen Bauten Gutkinds, z.B. in Reinickendorf am Ollenhauerstraße.

Das Treppenhaus an der Ecke Eschengraben und Talstraße ist mit seinen Formen im Stil des Expressionismus gehalten. Und die oberste Etage, die als Kellerersatz dient und deshalb nur über winzige Fenster verfügt, erinnert stark an die Ästhetik von Industriebauten.

Gutkind ist unverdientermaßen weniger bekannt geblieben als viele seiner Zeitgenossen. In Berlin, wo er bis zu seiner Flucht aus Nazideutschland 1933 wirkte, hat er jedenfalls 28 Objekte hinterlassen, die als heute als Denkmal geschützt sind.


Thulestraße 61, Talstraße, Hardanger Straße, Eschengraben, 13189 Berlin
www.stadtentwicklung.berlin.de

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