Schweizerische Botschaft

schweizer_botschaft

Jahrzehntelang stand die jetzige Schweizerische Botschaft als einziges Gebäude auf der Brache rund um den Reichstag. Wie durch ein Wunder hat das Haus den durch die Nationalsozialisten betriebenen Flächenabriss im Alsenviertel überstanden und ist als einziges ohne größere Schäden durch den zweiten Weltkrieg gekommen. Als Stadtpalais 1871 fertiggestellt, kam das Gebäude 1919 in den Besitz der Schweiz und diente als Sitz der Schweizerischen Gesandtschaft. Die Eidgenossen haben es seitdem ununterbrochen in verschiedenen Funktionen – seit 1973 als Generalkonsulat – genutzt, denn traditionsbewusst sind sie schon und über eine gewisses Beharrungsvermögen scheinen sie ja auch zu verfügen.

Als nach der Wende wieder Leben in die Gegend kam, sind sie vorübergehend an die Spree nach Moabit gezogen, weil das Gebäude wieder Sitz der Botschaft wurde und dazu umgebaut und erweitert werden musste. Nun sitzen die Schweizer mit ihrer Botschaft so dicht am Zentrum der bundesdeutschen Macht wie kein zweites Land – hat sich ihr Beharrungsvermögen ausgezahlt.

Viele sagen ja, der Erweiterungsbau sähe aus wie ein Bunker, trotzdem finde ich ihn architektonisch gelungen. Er nimmt die Proportionen des alten Gebäudes auf ohne zu historisieren.


Otto-von-Bismarck-Allee 4, 10557 Berlin
030 390400-0

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