Schweizerhäuser in Klein-Glienicke

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Die eine oder andere Schweiz gibt es ja um Berlin herum, wie die Märkische Schweiz, die Ruppiner Schweiz, die Calauer Schweiz. Aber eine alpenländische Architektur bieten sie alle nicht. So weit muss man auch gar nicht fahren, direkt an der Berliner Stadtgrenze zu Füßen des Böttcherbergs liegt Klein-Glienicke, einst eine Exklave der DDR, die in West-Berliner Gebiet hineinragte, heute wieder direkt von Berlin aus erreichbar. Nach wie vor ist Klein-Glienicke einzig über die schmale Parkbrücke, die über den Teltowkanal in den Park von Babelsberg führt, mit Brandenburg verbunden.

schweizerhaeuser_7Hier, in Preußens Arkadien, gibt es sie, die alpenländische Architektur. Prinz Carl von Preußen, Sohn des Königs Friedrich Wilhelm III., hat den Architekten Ferdinand von Arnim zwischen 1863 und 1867 zehn Schweizerhäuser erbauen lassen. Vier davon sind heute noch erhalten, sie stehen am Lauf der Bäke, die hier für ein paar Hundert Meter parallel zum Teltowkanal läuft, dessen Bau sie andernorts zum allergrößten Teil zum Opfer fiel. schweizerhaeuser_10Einige der Häuser stehen auf einem hohen Steinsockel, als ob die Bäke hier Hochwasser führen könnte. Und einer der Sockel hat ein sorgfältig gemauertes Gewölbe, in der das Wasser der Bäke einst wohl auch einmal spielte, sie heute aber, zu einem Rinnsal verkommen, auf dem die grüne Entengrütze treibt, nicht mehr den Anschein erwecken kann, dass ein Teil des Bäkewassers in dieser Grotte entspränge.


Louis-Nathan-Allee, Klein-Glienicke, 14482 Potsdam

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