Restaurant Walgreter in Panketal

Irgendwo in Eberswalde lag ein neues Blättchen aus: »Leib & Seele im Barnim … das Leben genießen & neue Wege gehen …«. Darin eine Anzeige des Restaurants Walgreter in Zepernick – was für ein schöner Name, aber verwechselt man das nicht immer mit Zehdenick, oder ist das nicht doch an der Zerpenschleuse? Von der Selbstbeschreibung in der Anzeige klang das sehr viel versprechend. Die Öffnungszeiten passten auch, eine kurzer Blick auf die Webpage des Restaurants (so’n Angebertelefon ist unterwegs schon praktisch) bestätigte sie und erlaubte einen Blick in die Speisekarte (sah immer noch viel versprechend aus, auch für Ichthyophobe gibt’s passendes Essen), also folgten wir der Aufforderung, neue Wege zu gehen. Genießen wollten wir ja auch.

In diesem Fall war es zwar kein Gehen, sondern ein Fahren. Und das mit richtigem Abenteuerurlaubsfeeling. Das könnte fast den Wunsch nach einem allradgetriebenen Proletenpanzer auf fetten Reifen aufkommen lassen. Denn der Weg zu Walgreter ist steinig – kopfsteinig um genau zu sein, und so schlecht unterhalten, dass kleinere Autos glatt in den Tiefen der Straße zu verschwinden drohen. Also holperten wir dahin, geleitet von Uschi, der Stimme aus dem Navi, erst über die Straße der Jugend, dann ein Stückchen Möserstraße und endlich die Heinestraße.

Restaurant Walgreter

Mitten in einer ruhigen Wohngegend erwartet man kein Restaurant und es ist auch gut versteckt, hinter einem Wohnhaus, im Garten, davor ein großes Tor, über dem groß der Name des Restaurants prangt. Es sah alles verdammt geschlossen aus, und das war es dann auch: Ein netter Zettel im Speisekartenkasten informiert den hungrigen Gast, dass man bis 19.8.2008 Betriebsferien macht. Na prima, das hätten sie uns auch auf ihrer Website mitteilen können.

Restaurant Walgreter

Also weiter nach Berlin, das ist auch gleich um die Ecke, aber Uschi aus dem Navi, auf kürzesten Weg eingestellt, scheucht uns erst noch Kilometer um Kilometer den Knüppeldamm lang: erst weiter auf der Heinestraße, an der Friedensstraße vorbei, ab auf den Röntgentaler Weg – der ist zwar schon auf Berliner Stadtgebiet, aber auch nicht gerade kuschelig.

Wer zu Walgreter möchte (und das möchte ich trotzdem allem immer noch), möge also vorher anrufen, dazu sind Telefone ja schließlich da. Wer die Anfahrt über den Knüppeldamm scheut, kann auch die S-Bahn nehmen, die Station Röntgental ist gerade mal ein paar Hundert Meter von Walgreter entfernt.


Heinestraße 23, Zepernick, 16341 Panketal
030 9444293

www.walgreter.de

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