Berliner Mauerkrimi

Im Rahmen der Moabiter Kriminale fand am 29. Oktober 2008 der Auftakt zur neuen Serie “Berliner Mauerkrimi” in der Dorotheenstädtischen Buchhandlung statt. Aus der Ankündigung:

Die 28 Jahre währende Spaltung Berlins trennte die Bewohner der Stadt. Zwei feindliche Systeme prallten hier besonders aufeinander. Schicksale jener, die diese Teilung nicht hinnehmen wollten, Machenschaften der DDR-Staatssicherheit und Aktionen des BND bilden den authentischen Hintergrund der “Mauerkrimis”. Die Tatorte der ersten drei Bände: Schmöckwitz, weit im Osten; Wandlitz, Wohnsitz Honeckers; eine Kommune in Schöneberg. Es lesen: Horst Bosetzky: Nichts ist verjährt, Anja Feldhorst: Teufels Genossen, Wolfgang Brenner: Honeckers Geliebte.

Dorotheenstädtische Buchhandlung

Rappelvoll war es bei Herrn Rimpel in der “Kunststätte Dorothea”, wie er seinen Ausstellungs- und Veranstaltungsraum gleich hinter der Dorotheenstädtischen Buchhandlung nennt. Gekommen waren die vielen Leute, weil gleich aus drei neuen Kriminalromanen vorgelesen wurde.

Anlass war das Erscheinen der neuen Reihe “Berliner Mauerkrimi” im Jaron-Verlag. Der Verlagschef war gleich selbst gekommen, um die drei Autoren der ersten Bände persönlich vorzustellen.

Den Anfang machte Wolfgang Brenner mit einem Auszug aus seinem Roman “Honeckers Geliebte”. Hauptperson ist die Abiturientin Erika aus dem saarländischen Wiebelskirchen, in dem auch Honecker geboren wurde, die 1984 mit einer Reisegruppe nach Ost-Berlin fährt. Bei einer offiziellen Veranstaltung wird der Staatsratsvorsitzende auf sie aufmerksam und lädt sie nach Wandlitz ein. Erika gerät in die Zwickmühle zwischen Stasi und BND.

Anja Feldhorst las dann aus “Teufels Genossen”, einer Geschichte, die um 1968 in einer Berliner Kommune spielt. Die Protagonistin, die aus der schwäbischen Provinz zum Studium nach Berlin gekommen war, gerät in der politisierten Umgebung in die Fronten zwischen den Spitzeln von MfS und Verfassungsschutz.

Bestsellerautor Horst Bosetzky, früher nur unter dem Kürzel -ky bekannt, stellte Passagen aus dem Roman “Nichts ist verjährt” vor, in dem 2007 in Schmöckwitz die Leiche einer seit 1980 vermissten Westberlinerin gefunden wird.

Alle drei Bücher, deren Auslieferung erst in diesen Tagen beginnt, waren selbstverständlich auch zu erwerben. Ich habe mir gleich “Teufels Genossen” zugelegt, und “Honeckers Geliebte” kommt vielleicht auch noch demnächst hinzu.


Dorotheenstädtische Buchhandlung
Turmstraße 5, 10559 Berlin

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