Open-Air-Kunst am Hamburger Bahnhof

Direkt hinter dem Gebäude des Hamburger Bahnhofs gibt es einen Grünstreifen mit Wiese, Gras und Bäumen, bevor das ehemalige Industrie- und Bahngelände beginnt, auf dem sich hier neben dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal erst die Halle von Mitte Meer und dann die Halle am Wasser erstreckt.

Etwas versteckt im Grünstreifen stehen schon seit ein paar Jahren zwei Kunstwerke: Urs Fischers Baked Master’s Basket (1999) und Bruce Naumanns Double Cage Piece (1974).

Baked Master's Basket

Zu Urs Fischers Baked Master’s Basket lesen wir auf einer Tafel:

Die architektonische Skulptur wurde anlässlich der Ausstellung „Urs Fischer. Werke aus der Christian Friedrich Flick Collection im Hamburger Bahnhof“ im Sommer 2005 errichtet. Die Backsteinwände werden bewusst den Naturkräften ausgesetzt. Sie sollen nicht in musealer Ewigkeit erstarren, sondern durch ihren Verfall in Bewegung bleiben. Dabei zielt Fischer nicht auf eine verklärende Ruinenromantik, vielmehr tritt die sperrige Brüchigkeit seiner Architektur in einen ironisierenden Dialog mit ihrem Umfeld.

Stimmt, die Natur bemächtigt sich langsam des Kunstwerks, Birken und Büsche wachsen zwischen den Backsteinen.

Double Cage Piece

Und zu Bruce Naumanns Double Cage Piece erfährt man:

Diese Skulptur besteht aus zwei ineinander gestellten Käfigkonstruktionen aus Winkelstahlrahmen mit Füllungen aus Streckmetall. Sie wurde anlässlich der Ausstellung „Fast nichts. Minimalistische Werke aus der Christian Friedrich Flick Collection im Hamburger Bahnhof“ im Herbst 2005 aufgestellt. Der Vorstellung des Künstlers gemäß ragt die Skulptur aus einer Baumgruppe heraus. Beim Betreten der schmalen Käfiggänge wird der Besucher mit nahezu klaustrophobischer Enge konfrontiert, ist zugleich nah der Natur und von ihr durch die enge Drahtmaschenkonstruktion getrennt.

Double Cage Piece

Ich habe mich jedenfalls nicht getraut, mich in die Enge zwischen innerem und äußerem Käfig zu quetschen, allein schon der Gedanke daran, dass man so etwas machen könnte, verursachte hinreichend klaustrophobische Vorstellungen.


Hamburger Bahnhof
nvalidenstraße 50-51, 10557 Berlin

030 39783439
www.smb.museum
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s