Bedürfnisbefriedigung verboten!

Es ist schon interessant, welche Verbotsschilder man heutzutage meint aufstellen zu müssen. „Die Gesellschaft bekommt die Verbotsschilder, die sie verdient“, oder wie muss ich das verstehen?

Verbotsschild
Gesehen am Tor einer Einfahrt am U-Bhf Turmstraße

Es ist ja nicht so, dass der U-Bahnhof Turmstraße eine einsame Stelle wäre, an der man völlig ungestört von anderen Mitmenschen seine Notdurft verrichten könnte, also nicht so ein idyllischer, abgelegener Ort, wie ihn Richensa im Uckermärkischen Wald gefunden hat. Nein, hier mitten in der Stadt kommen jeden Tag Abertausende Menschen vorbei und es wartet immer eine Menschentraube auf den Bus.

Seltsam. Aber schön gezeichnet sind die bedürfnisbefriedigenden Strichmännchen schon.

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10 Gedanken zu “Bedürfnisbefriedigung verboten!

  1. Herrlich!
    Groß machen in solch einer Position mit leicht angewinkelten Knien und das Pinkelmänchen, lässig zurücklehnend mit Händen in den Hüften! das grenzt an Akrobatik.

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  2. Was es für Hunde bereits gibt, so verbotsschildmäßig, darauf hat natürlich Mensch auch Anspruch. Vielleicht sollte man daneben Leergut-Automaten aufstellen, die Flaschen ausspucken, und natürlich die Tütenautomaten. Dann wär’s nicht ganz so schlimm, wenn denn doch mal ein Malheur passiert.

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  3. … aber zum Glück noch nie jemanden am U-Bahnhof Turmstraße gesehen, wegen dem dieses Schild hätte aufgestellt worden sein können… (apropos Akrobatik: Deutsch ist ganz schön kompliziert).

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  4. Neid- und sprachlos staunt der Provinzler: Die Hauptstadt wieder zivilisatorisch an vorderster Front! – Die Adressaten werden die Piktogramme verstehen! Nur, apropos: Ob man nicht bei denjenigen Mitbürgern aneckt, deren weltbeste Religion ihnen ein striktes Abbildungsverbot auferlegt? Wäre das Schild somit nicht als Provokation der Rechtgläubigen zu werten?

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  5. Dann meldet sich hier mal der „Macher“ von genau diesem Schild höchst persönlich! Also es ist so, dass genau dieses Klientel, welches auf dem Schild von mir gezeichnet wurde, genau diese Akrobatik in relativ hoher Häufigkeit genau an dieser belebten Ecke (U-Bahn-Ausgang und Bushaltestelle) vollzog. Das Tor, an dem dieses Schild prangt, gehört zu der Einfahrt zum Betriebsgelände, welches mehrmals täglich zum eigentlichen Zweck verwendet wird. Da es wirklich ekelig ist, immer über die Hinterlassenschaften einiger total schmerzloser Zeitgenossen zu springen, sah ich mich dazu animiert, dieses Schild zu kreiren und aufzuhängen. Es ist schon so, dass, seit dem dieses Schild dort hängt, die Zweckentfremdung als öffentliche Toilette stark nachgelassen hat, doch gibt es immer wieder Leute (vornehmlich „Bewohner“ des gegenüber liegenden Parks), die sich ausgerechnet an unserem Tor, trotz Kameraüberwachung und ständig aufkreuzender Passanten, ihrer Notdurft erleichtern müssen (oder vielleicht auch bewusst wollen). Es ist schon traurig, dass man solche Schilder an Stellen wie diesen aufstellen muss, aber das definiert heutzutage vielleicht auch Berlin!? Wir amüsieren uns allerdings auch über die vielen (hauptsächlich Jugendlichen) Leute, die mit großer Freude ihre Smart-Phones zücken und mit besonderer Geduld ein präzises Foto von diesem Schild schießen und anschließend die scheinbar „nicht vorhandene“ Videoüberwachung suchen. Und es ist schön zu sehen, dass es doch noch viele Menschen gibt, die noch Notiz von Schildern, in der eigentlich überreglementierten und schilderbewaldeten Stadt, nehmen.

    Eines noch als Anmerkung: Große Notdürfte sind nun zum selteneren Ärgernis geworden, doch die aktuelle Entwicklung zeigt, dass ich einen Fehler bei der Zeichnung der Piktogram-Männchen gemacht habe, denn es fehlt das kotzende Strichmännikin, ein Wesen, welches in letzter Zeit immer öfter an unserem Tor halt macht. Vielleicht ist es ja die Meinungsäußerung zu meinem Schild?? ´Wer weiß mehr??

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  6. Na drei Leute passen aber wohl nicht mehr in einen roten Kreis. Dann lieber gleich drei Schilder. Und den Haufen etwas spitzkringeliger. Vielleicht noch ein viertes für die Vierbeiner?

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