Max-Taut-Schule

Max-Taut-Schule

Am Nöldnerplatz in Lichtenberg steht einer der größten Schulbauten der Weimarer Republik. Gebaut wurde die Anlage zwischen 1929 und 1935 nach Plänen von Max Taut, der 1927 als Sieger aus dem Wettbewerb für die „Lichtenberger Schulen“ — Lyzeum, Mittel- und Berufsschule — hervorgegangen war. Heute besuchen hier rund 3.200 Schüler und Auszubildende das Oberstufenzentrum Versorgungs- und Reinigungstechnik mit einer für mich verwirrenden Anzahl unterschiedlicher Schultypen zur beruflichen Bildung.

Die Anlage, deren zwei- und dreigeschossige Flügel sich die Fischerstraße und Schlichtallee entlang ziehen, ist als Eisenbetonkonstruktion ausgeführt und mit gelben oder roten Klinkern verblendet. Mit Ausnahme einer Eingangsfront an der Fischerstraße, die ein aus Terrakotta gefertigtes Relief mit der Darstellung einer Frau umringt von Kindern trägt, sind alle Bauteile schmucklos. Es sei denn, man betrachtet die intensiv rote und blaue Farbe der Fensterrahmen als Schmuck.

Max-Taut-Schule

Der Schulkomplex ist ein typisches Beispiel des „Neuen Bauens“ und steht heute unter Denkmalschutz. Die im zweiten Weltkrieg durch Brandbomben zerstörte Aula der Schule stand 60 Jahre als Ruine vor der Schule, bis sie zwischen 2005 und 2007 unter Leitung des Architekten Max Dudler wiederaufgebaut wurde (siehe dazu Artikel in BauNetz mit weiteren Bildern). Als moderner Multifunktionsraum bietet die Aula 800 Menschen Platz für unterschiedliche Veranstaltungen.

Wir waren zu dritt, um die Aula zu besichtigen, sahen jedoch wenig Aussicht auf Erfolg, da just zu diesem Zeitpunkt in ebendieser Aula der Landesparteitag der SPD stattfand, und FWMeiersteinwandten uns zum gehen. Doch die Lieblingszicke hatte sich schon mit unserem Anliegen an die Einlassdame gewandt, nach dem Motto: Nachfragen ist immer gut. Als ihr mit der eher verhaltenen Auskunft gedient wurde: „Da müssen Sie sich schon akkreditieren!“, stürmte sie zum entsprechenden Schalter und kam mit drei laminierten Ausweisen zurück, die uns ohne weiteres die Türen zum Internum und damit auch zur Aula öffneten. Sie hatte überlegt, Rudi Ratlos, Frank-Walter Meierstein und Agneta Zögerlich anzugeben (man weiß ja nie, einmal den Namen genannt, und schon ist man Parteimitglied), sich dann aber doch für grenzenlose Ehrlichkeit entschieden. Bleibt zu sagen, dass mehr als die Aula selbst die Tatsache begeisterte, unseren Regierenden mit seiner Banknachbarin schwätzen zu sehen.


Die Galerie ist wegen eines Fehlers bei WordPress leider etwas durcheinander.


Fischerstraße 36,10317Berlin
030-52280148
www.max-taut-schule.de

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3 Gedanken zu “Max-Taut-Schule

  1. Da hättet ihr Euch auch mal bei mir melden können, dann wäre ich schnell die Straße runtergeflogen um Euch zu sehen und noch ein paar schöne Gebäude um die Ecke: Sporthalle, Wertstoffhof etc. zu zeigen.

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