Conrad Elektronik Schöneberg

Zu Conrad habe ich ein ambivalentes Verhältnis. Die Sonderangebote kann man ähnlich wie in den “Ich bin doch nicht geil”- und “Geiz ist blöd”-Läden schon mal nach genauer Prüfung kaufen, aber alles andere kommt mir eigentlich immer etwas teurer als anderswo vor.

Conrad betreibt in Schöneberg einen flächenmäßig ziemlich riesigen Laden (3.100 m² Verkaufsfläche), da könnte man doch schon mal davon ausgehen, dass ein Großteil der Dinge, die im Internet-Katalog angepriesen werden, in einer solch großen Filiale vorrätig ist. Pustekuchen. Drei verschiedene Modelle eines etwas spezifischen Schraubendrehers werden im Katalog angeboten, in der Filiale ist keiner davon vorhanden. Die schnöde Auskunft lautet: haben wir hier nicht, können wir auch nicht besorgen, ist nur über die Online-Bestellung zu bekommen.

Na toll! Solche Erfahrungen liebe ich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der um Größenordnungen kleinere Konkurrent in Charlottenburg (auf dem Kalowswerder, der Nachbarinsel von Moabit), der auch sonst fast immer alles auf Lager zu haben scheint, was ich brauche, selbstverständlich auch den gewünschten Schraubendreher vorrätig hat. Und das kann man online dem Internet-Katalog entnehmen, aus dem man dann auch direkt bestellen kann, wobei die persönliche Abholung am nächsten Tag eine der Versandoptionen ist. Keine vergeblichen Wege, so soll es sein.

Conrad hingegen bringt es noch nicht mal fertig, im Internet anzugeben, ob ein bestimmter Artikel in einer bestimmten Filiale vorrätig ist (die haben doch bestimmt ein Warenwirtschaftssystem von SAP o.ä. im Einsatz, die das eigentlich hergeben sollte), geschweige denn, dass ich zur Abholung in einer Filiale bestellen könnte (jedenfalls habe ich eine solche Funktion nicht gefunden).


Kleiststraße 30-31, 10787 Berlin
0180 5 564445
www.conrad.de

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Ein Gedanke zu “Conrad Elektronik Schöneberg

  1. Jaja … Nachdem ich in unserem hiesigen Ableger des Geschäfts dreißig Minuten haareraufend zwischen den Telefonen herumgestanden hatte, im Sichtfeld eines in Papierkram vertieften Mitarbeiters, bin ich gegangen. (Kurz nach mir kam eine junge Familie. Deren Kleinkind löste flugs den Alarm an den Handys aus, aber es erschien trotzdem kein Verkäufer.)
    Schade drum — ich kaufe eigentlich lieber in Läden mit Wänden ein als in Webshops.

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