Die Arminiushalle im Umbruch

Mit der vor einigen Monaten erfolgten Übernahme der Arminiusmarkthalle durch die Zunft AG beginnen endlich bessere Zeiten für dieses Moabiter Kleinod. Seit Wochen wird kräftig gebaut und so langsam kann man erahnen, wie es hier demnächst aussehen soll. Alte und nicht mehr vermietete Stände wurden abgerissen und neue Stände mit einem einheitlichen Aussehen sind in der Entstehung.

Die Tischler sägen Bretter für die neuen Stände, die Elektriker ziehen neue Kabel, die Maler schwingen die Pinsel und an manchen Stellen ist schon die Grundreinigung im Gange. Teile der alten Innenausstattung, die die mehr als hundert Jahre seit der Bauzeit der Halle überstanden haben, werden in die neuen Aufbauten integriert. Im Eingangsbereich der Halle zur Arminiusstraße wurde die Zwischendecke herausgerissen, so dass man hier wieder die ursprüngliche Raumsituation vorfinden wird, wie sie von Hermann Blankenstein, ihrem Architekten, geplant wurde. Da fehlen außen nur noch die Arkaden, aber die bekommen wir vielleicht auch noch eines Tages zurück.

Rund ein Viertel der Fläche wird mit offenen Ständen versehen, bleibt also weitgehend unverbaut, so dass man künftig die Architektur der Halle viel besser wird wahrnehmen können. Diese Flächen wird die Zunft AG selbst für das Zunft[werk]-Manufakturenkaufhaus nutzen.

Zur feierlichen Wiedereröffnung am 20. November ab 9:30 Uhr ist zwar immer noch sehr viel zu tun und es werden auch noch nicht alle Stände erneuert sein, aber die Arminiushalle wird endlich wieder in neuem Glanz erstrahlen. Das – alte und neue – Angebot, das uns dann in der Halle erwartet, beschreibt sehr ausführlich das schön gestaltete Hallenbrevier (pdf) der Zunft AG. Aktuelle Information finden sich auf dem neuen Internetauftritt.

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32 Gedanken zu “Die Arminiushalle im Umbruch

    • Hallo Mutzi,

      in dem Arminiusmarkthallen-Brevier steckt sehr viel Arbeit, sehr viel Zeit und sehr viel Liebe. Trotz allem kann es immer mal Fehler geben. Nur weiß ich nicht, was an dieser Bildunterschrift falsch war. Ich sehe da zwei Damen mit ihrem Chef, oder? Ein freundlicher Verbesserungshinweis würde aber genügen, die Gewaltandrohung ist unnötig…

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      • Liebe Frau Hinderfeld,
        bitte verzeihen Sie. Ich versichere Ihnen, meine verbalen Drohungen sind stark übertrieben und werden nicht in die Tat umgesetzt. Mein Temperament hat einen Mitgrationshintergrund und entschuldigt sich separat noch einmal.

        Was, meiner Meinung nach, an der Bildunterschrift Grundfalsch war: mit „davon“ verweist man auf Sachen (wie ein Grill), nicht Personen (z.B. eine Dame vom Grill). Im Deutschunterricht für Migrationslustige hat man das damals sehr eng gesehen. Ich sehe das heute noch sehr eng und verbinde Fehler dieser Art auch noch mit Fragen des Respekts, daher auch meine übertriebene Gewaltbereitschaft.

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      • Ich bin ein Freund der Sprachfortentwicklung, der Dialekte und Soziolekte und sehe das nicht so eng. Präskriptive Grammatik ist nicht meins. Und wenn das Sprachzentrum beim Schreiben keine Herabwürdigung im Sinn hatte, ja nicht einmal bei einem Hinweis merkt, was falsch sein soll, dann ist es richtig. Die Menschen definieren die Sprache. Es gibt viele unterscheidliche Menschen und daher viele Sprachvarianten. Das heißt, ich gehe im Normalfall davon aus, daß niemand etwas Böses will, sondern einfach eine etwas andere Sprachvariante benutzt.

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  1. Schade, dass man die beiden in die Halle geklotzten Filialen von Norma und Schlecker nicht los werden konnte. Aber ansonsten klingt das Konzept viel versprechend.

    Mutzi, Du kannst ja richtig militant werden!

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  2. Liebe Mutzi,

    ich bin sehr beruhigt. Die Bildunterschrift war überhaupt nicht respektlos gemeint, sondern verweist quasi nochmal auf den Titel der Serie „Drei Damen vom Grill“ (davon / vom). Vielleicht sehen wir uns am offiziellen Eröffnungstag Samstag in einer Woche, dann können wir die stilistischen Feinheiten noch diskutieren. Eventuell haben Sie Lust, mal einen Beitrag für eines der nächsten Breviere zu schreiben?

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    • Das freut mich. Ich war auch vorher nicht der Meinung, jemand wollte absichtlich respektlos sein. Mir ist auch glasklar, was, wo und wie sich auf wen bezieht. Damit auch das, was ich meine glasklar ist: Ich finde ja, dass man sich auf Personen doch lieber mittels Personalpronomen beziehen sollte. Handelt es sich zum Beispiel um drei Damen vom Grill, sind aber nur zwei Damen auf dem Foto, beziehe ich mich auf die zwei Damen so: „Hier sieht man zwei von ihnen mit ihrem Chef.“ Aber auf gar keinen Fall, niemals nie, schreibe ich „zwei davon“.
      Sollten Sie tatsächlich gemeint haben, der Satz liest sich wie „hier sieht man zwei davon, nämlich vom Grill, mit ihrem Chef“, liegen Sie falsch. Man liest zwei von drei Damen und nicht zwei von drei vom Grill.

      Ich bin da übersensibel, ich sehe es ein. Und ich hoffe, es tröstet Sie über diesen Konflikt hier hinweg, dass man Ihr mit viel Arbeit und Zeit und Liebe gestaltetes Brevier sehr aufmerksam und liebevoll und interessiert lesen muss, um sich an einer Bildunterschrift irgendwo ganz hinten aufzuhängen.

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  3. Da bin ich ja froh, dass es in meiner Kommentarspalte nicht zu Schlägereien gekommen ist ;-)

    Ich finde das Hallenbrevier sehr gelungen (obgleich ich bei den zwei von den drei Damen auch ins Stocken geraten bin), und wäre daran interessiert, einige Exemplare davon auf Papier zu erhalten.

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  4. Erfreut vom Kreuzen geistvoller Klingen in den Kommentaren mischt sich nun auch noch der digitale Hausmeister der Arminius Markthalle Moabit (kurz und für Twitteristen: @dihaudamm) ein.

    Mangels gerade nicht vorrätiger raffinierter sprachlicher Übergänge weise ich gern mit der Tür ins Haus fallend darauf hin, dass ich morgen beginne, den eh schon laufenden Countdown bis zur Wiedereröffnung sicherheitshalber noch selbst zu laufen. Und das tue ich auf der ersten Teilstrecke – so nichts mehr dazwischen kommt – mit dem Inoffiziellen Bürgermeister Dr. Kaptän Kiez. Weitere Informationen zum Lauf des Countdowns habe ich hier hinterlegt: http://arminiushalle.zunftnetz.org/2010/10/31/countdown/

    Man sieht sich. Mich womöglich mit einer Mohnschnecke oder Arbeitsmitteln in der Hand…

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