Die Ringbahn

Die Ringbahn, über die ich schon einmal berichtete, ist eine ganz besondere Linie der Berliner S-Bahn (zumindest, wenn sie fährt und nicht laufend von Störungen aller Art geplagt wird): In einer Stunde kann man für wenig Geld (2,10 € – siehe aber auch die Kommentare) einmal ganz durch Berlin fahren (um Berlin herum stimmt schon Jahrzehnte nicht mehr). Da man dabei anders als in der U-Bahn an der Oberfläche bleibt, gibt es dabei auch ganz schön viel zu sehen.

Jedenfalls fand ich es grandios, als unter dem Motto »Am 15. Juni 2002 ist Wedding-Day« vor nunmehr etwas mehr als acht Jahren das letzte Teilstück des Nordrings fertiggestellt war und die S-Bahn den Ringschluss feierte. Selbstverständlich habe ich damals am Eröffnungstag gleich die erste Runde gedreht, die damals noch etwas mehr als eine Stunde dauerte, und bin auch heute immer noch froh, dass dank der S-Bahn nun Ortsteile von Berlin zu meinem unmittelbaren Einzugsbereich gehören, die früher rein aus zeitlichen Gründen in weiter Ferne lagen.


Der Hundekopf

Bei der Entdeckung all dessen, was an der Ringbahn zu finden und zu sehen ist, hilft nun eine neue Webseite, die im Rahmen eines Projekts des MA-Studiengangs Historische Urbanistik am Center for Metropolitan Studies der Technischen Universität Berlin entstanden ist. Interaktiv kann man alle Haltestellen am Ring erkunden, sich die Geschichte der Stationen anschauen und sich darüber informierten, was in ihrer Nähe an Sehens- und Erwähnenswertem zu finden ist.

Die Tipps gibt es auch zum Mitnehmen: zu jedem Haltepunkt kann man sich ein Blatt als PDF herunterladen und mitnehmen, in Deutsch oder in Englisch, also auch eine tolles Informationsangebot für in- und ausländische Touristen, die die Stadt mal auf ganz anderen als den Standardwegen erkunden wollen.

Selbstverständlich findet man auch etliches zur überaus wechselhaften Geschichte der Ringbahn und viele, auch historische, Fotos. Für jede der einen Bahnhof beschreibenden Seiten hat der Berliner Künstler Björn Paulissen eine Collage gestaltet, die wesentliche Elemente des jeweiligen Gebäudes und seines Umfelds aufnimmt und in einer abstrakten Form präsentiert.


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9 Gedanken zu “Die Ringbahn

  1. > Selbstverständlich habe ich damals am Eröffnungstag gleich
    > die erste Runde gedreht

    Selbstverständlich! :)

    Ich mag diese Linie auch. Unbedingt zu empfehlen: am Silvestertag in Wedding umsteigen und dabei die falsche Ausgangstür nehmen, so daß man am Bahnhof außen langlaufen muß. Da hat man viel Spaß und beeilt sich.

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  2. Ich nutze sie täglich. Mal links und mal rechts rum, weil es sich zeitlich nicht viel nimmt. Insofern danke für den Tipp.
    Gestern allerdings hat sie mich echt genervt, die Schneestehbahn :roll:

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  3. Sprichwörtlich ist Berlin bekanntlich eine Reise wert – und wir folgen dem Sprichwort fast jährlich. Nun haben wir einen Plan für eine Reise während der Reise.
    Dank dafür!

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