Zunftwirtschaft in der Arminiushalle

Nun es es soweit: in der nächsten Woche, sprich: ab dem 16. Mai 2011, eröffnet die Zunftwirtschaft in der Moabiter Arminiushalle (heute auch als Zunfthallle bekannt) ihre Pforten. Ich durfte gestern schon mal ein wenig vorkosten.

Der Gastraum ist einfach und schlicht eingerichtet, das dunkle Holz des Bodens und der Tische und Stühle bricht die Strenge des ansonsten ganz in weiß gehaltenen Raums, wechselnde Ausstellungen von Moabiter Künstlern schaffen Atmosphäre.

Das kleine aber feine Angebot an Speisen und offenen Weinen verkünden zwei große Tafeln. Konzept des Betreibers Hans-Gerd Staschewski ist es, aus frischen, möglichst regionalen Produkten mit bekannter Herkunft eine wöchentlich wechselnde Karte zusammenzustellen, die stets auch den saisonalen Aspekt unterstreichen soll.

Jahreszeitgemäß dominiert der Spargel die Karte und so durfte ich auch gleich frischen Spargel mit Schnitzel probieren, beides war perfekt zubereitet und einfach lecker. Dazu ein schöner Riesling aus der Pfalz – was will man mehr. Vielleicht statt des Weins ein gepflegtes, hausgebrautes Bier? Auch das geht bald, denn dann wird das in der Arminiushalle gebraute Bier von Brewbaker ausgeschenkt.

Ich wünsche dem Team der Zunftwirtschaft viel Erfolg, auch mit dem Hintergedanken, dass ich dort noch öfter einkehren kann.


Zunftwirtschaft
Arminiusstraße 2, 10551 Berlin

0151 40353940
www.zunftwirtschaft.net

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 16.00 Uhr bis 24.00 Uhr (Küche bis ca. 22.00 Uhr)

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33 Gedanken zu “Zunftwirtschaft in der Arminiushalle

  1. … zu den Preisen: Fair und durchaus sehr konkurrenzfähig in Moabit – für Nicht-Moabiter fast schon paradiesisch ;-). Und das schöne ist (ißt?): Wenn einem der Wein schmeckt oder einem das Kochbuch in der Auslage oder das Windlicht auf dem Tisch gefällt, dann ist es möglich das teils direkt in der Zunft[wirtschaft] oder im angerenzten Zunft[werk]-Manufakturenkaufhaus zu erstehen – demnächst auch online!

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    • Schnitzel zum Spargel ist zumindest ein hiesiger (=deutscher) Standard. Ich bin da ja sonst auch dogmatischer: Spargel, Probsteier Schinken (von Mayra aus der Arminiushalle), neue Kartoffeln, Butter – basta.

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  2. Hier bei uns in der Pfalz oder auch im Wiener Umland, in der Wachau oder im Weinviertel der Spargelklassiker. Alle Zutaten (Neuland-Schnitzel, Spargel und Kartoffeln aus dem Berliner Umland und die passenden Weine (Riesling und Weißburgunder aus der Pfalz und Rheinhessen oder Grünen Veltliner und Weißburgunder aus der Steiermark und dem Weinviertel) bekommt man in der Arminiusmarkthalle:

    http://arminiushalle.zunftnetz.org/mieter/

    Viel Spaß!!

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  3. Dass das ein hiesiger Spargelklassiker ist, ist mir in den letzten paar Jahrzehnten entgangen. Ich sollte mal öfters ins Umland fahren :-)

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    • Spargel mit Schnitzel ist mindestens mir seit frühester Jugend als Klassiker auf allen Spargelkarten bekannt (auch in Moabit in allen empfehlenswerten Restaurants) – erst heute Abend nach dem Theaterbesuch (Katharina Thalbach in ‚Raub der Sabinerinnen‘ > GRANDIOS) wieder am KuDamm so gesehen und das nicht nur einmal.

      Das knusprige ‚Zunftwirtschaft‘-Schnitzel aus Neuland-Zucht macht auf jeden Fall Appetit und sieht sooooooo lecker aus. Da muss ich einfach hin …

      Wobei ich mir sicher bin, dass ich dafür auch einen angemessenen Preis zahlen werde. Was ich genau so gerne mache, wie bei einem Döner mehr als € 1,50! Oder für einen excellenten 180 Gramm-Hamburger bei ‚Burgerlich‘ in der Arminius[Zunft]halle auch ehrliche und faire € 5,95!

      Qualität hat ihren Preis.

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      • Alles klar, einigen wir uns einfach drauf – Wiener Schnitzel mit Spargel ist ein traditionelles deutsches Gericht. Ich hab jetzt extra noch in meinem (Wiener) Umfeld nachgefragt und bei der Kombination nur ratlose Blicke geerntet. Aber der Google Vergleich deutscher und österreichischer Seiten mit der Suche spricht eh für sich (23500 Treffer auf deutschen Seiten versus 9 Treffer in Österreich und die meisten davon beziehen sich auf deutsche Restaurants). Na, schlußendlich isses ja auch Blunzn (Wahrscheinlich musste das Schnitzel irgendwann wieder mal für einen passenden Musicalreim herhalten :-) ).
        Hauptsache es schmeckt!

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  4. Gern weise ich auf ein Einrichtungsdetail des Gastraumes hin, das auch im Bild erkennbar ist: Die Lampenschirme sind „made in Moabit“. Macherin der guten Stücke war Keramikerin Ruth Schulz.

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  5. .. mal ein bißchen off topic … es gibt aj bei XING eine Gruppe namens ‚Community Moabit‘ und die macht jetzt gerade zum Thema Zunfthalle einen Stamtisch > hier die entsprechende Einladung, die natürlich auch für alle sonstigen Moabit-BloggerInnen gilt:

    ———————————————————————————–

    Vieles ändert sich in Moabit, manches ist schon verändert …

    Ein sicher ganz wichtiges Projekt war und ist die traditionsreiche und unter Denkmalschutz stehende Arminiushalle, die sich jetzt nach einer sehr intensiven Kur als Zunfthalle neu präsentiert.

    Dort (Arminiusstraße 2 – 4) treffen wir uns am Dienstag, 24. Mai 2011, 19.00 Uhr und haben im Bereich der bekannten ‚Hausbrauerei‘ Brewbaker (früher in den S-Bahnbögen Bellevue) als Gesprächpartner den Macher im Hintergrund, Christoph Hinderfeld, Vorstandsvorsitzender der Zunft AG. Aber auch weitere, leitende Mitarbeiter der Halle werden anwesend sein.

    Christoph Hinderfeld wird uns im lockeren Gespräch mehr über die aktuellen Probleme rund um die reanimierte Halle erzählen – wir haben aber auch Gelegenheit, bei einem kleinen Rundgang tiefere Einblicke zu gewinnen.

    Neben Brewbaker mit seinem ganz frisch gebrauten Angebot wartet auch Ümit auf uns, der mit ‚Burgerlich‘ die wohl besten Hamburger der ganzen Stadt macht.

    Und wenn alles klappt, ist unser inoffizieller Bürgermeister, Dr. Kapitän Kiez, ebenfalls dabei.

    Es wartet auf uns also ein richtiger Moabit-Stammtisch – mit interessanten Menschen, mit vielen Informationen und auch der Gelegenheit, mal ganz offline und real in Kontakt zu kommen.

    ———————————————————————————–

    Wer Lust hat, auch zu kommen, schickt mir einfach eine kurze Mail: yhdk@arge-communal-de

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  6. Um auf den Spargel zurückzukommen, er war superlecker und reichlich auch ganz ohne Schnitzel, nämlich die Variante mit Butter und Kartöffelchen.

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  7. Heute endlich mal ausprobiert: Die ‚Tapas-Bouletten mit Kartoffelsalat‘ waren Spitze!! Die Weinpreise sind anstrengend :-( Aber das Brewbaker-Pils hilft einem darüber hinweg. :-)

    Ein ungepanschter Tafelwein zum moderaten Preis könnte mich zukünftig dazu verleiten, die Speisekarte rauf und runter durch zu probieren ;-)

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  8. Sicher bekomme ich einen Wein auch preiswerter – aber bestimmt keinen in dieser Qualität oder aus solchen Lagen. Wobei Geschmack und Qualität immer auch den ganz eigenen Vorlieben unterworfen sind.

    Grundsätzlich stammen alle Weine in der Zunftwirtschaft von Weingütern, die sich nicht dem großen Stahltank widmen und halt schon im Grundpreis (auch im Laden) jenseits mittlerweile in Deutschland gewohnter Tiefst-Preise liegen.

    Der Hinweis auf den erwarteten ‚ungepanschten‘ Tafelwein läßt leider im Umkehrschluss die Vermutung aufkeimen, es gäbe in der Zunftwirtschaft auch gepanschten Tischwein. Dies ist mit absoluter Verbindlichkeit niemals der Fall!

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  9. In Erinnerung an die Getränkekarte glaube ich keinesfalls, dass es in der Zunftwirtschaft gepanschten Tischwein gibt! Diesem vermuteten Umkehrschluss kann auch ich keinen Raum geben! Ich bin überzeugt davon, dass die angebotenen Weine durchaus Qualität versprechen. Es wäre allerdings auch sehr schön, für Nicht-Bier-Trinker eine leichte und preislich angemessene Schorle-Variante vorzufinden.

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    • Der Umkehrschluss ergibt sich einfach aus der gewählten Formulierung im Ursprungsbeitrag!

      In der Zunftwirtschaft gibt es ein Glas erstklassigen Lagenwein von einem deutschen Spitzenwinzer für € 1,80 – ein Glas der gewünschten Schorle mit deutschem Riesling (nicht aus der italienischen 2-Liter Flasche!) in der 0,5er Größe für € 4,50.

      Solche Preise möchte ich erst einmal in einem anderen Restaurant sehen …

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      • Ich würde jetzt nicht darauf beharren, dass die Formulierung im Ursprungsbeitrag (#25) ausschließlich und eindeutig nahelegt, dass die Zunftwirtschaft gepanschten Wein anböte (was sie nicht tut, wie wir alle wissen). Kommunikation ist immer ein zweiseitiger Prozess. Das, was der Empfänger meint zu verstehen, muss nicht immer identisch sein mit dem, was der Sender beabsichtigt hat zu sagen.

        Dein Seitenhieb auf den „italienischen Wein in 2-Liter-Flaschen“ ist ein Vorurteil aus grauer Vorzeit, zu der der meiste deutsche Moselwein auch nur süße Plörre war. Da scheint du mir nicht ganz auf der Höhe der Zeit zu sein.

        Und danke für den Preis der Schorle (obwohl es dafür immer noch zu kalt ist).

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